Automobilexperte Dudenhöffer: 100.000 Arbeitsplätze im Automobilsektor in Gefahr. Bild: VWDer Automobilexperte Ferdinand Dudenhöffer erwartet den Wegfall von 100.000 Arbeitsplätzen in der deutschen Automobilindustrie. Dieser Vorstellung kann sich die Redaktion durchaus anschließen.
Ohnehin sinkt die Zahl der in Deutschland produzierten Fahrzeuge seit geraumer Zeit kontinuierlich. Nach einem Rückgang von ca. 500.000 im letzten Jahr ist in diesem Jahr mit einer ähnlichen Zahl zu rechnen. Es gab bereits vor der Corona-Krise Überkapazitäten, die sich dann aber zu einer Zahl jenseits der Million kumulieren werden.
Bei einer geschätzten Überkapazität von 1 Mio. Fahrzeugen (ca. 20% der Produktion) und insgesamt über 800.000 Beschäftigten in der deutschen Automobilsparte inkl. Zulieferern gibt klingt die Zahl von Einhunderttausend Stellen durchaus realistisch.
Vor allem für kleinere Zulieferbetriebe wird die Luft dünn. Hier kommt erschwerend noch der Trend zu Elektroautos hinzu, der viele Zulieferbetriebe wahrscheinlich überfordern wird.
Ferdinand Dudenhöffer ist Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Automobilwirtschaft an der Universität Duisburg-Essen.
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