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Corona-News am 30. März 2020

Die Zahlen vom RKI deuten auf einen mittlerweile doch deutlich gebremsten Anstieg. Die Kurve der aktiven Infektionen flacht deutlich ab.

Die Zahlen vom RKI deuten auf einen mittlerweile doch deutlich gebremsten Anstieg. Die Kurve der aktiven Infektionen flacht deutlich ab.

Heute ist der erste Tag, an dem das Robert Koch - Institut zum ersten Mal seit Beginn des Corona-Ausbruchs in Deutschland Fallzahlen bekannt gibt, die im Vergleich zur Vorwoche nicht wesentlich gestiegen sind. Zeitgleich genesen aber auch immer mehr Kranke, so dass sich derzeit der Anstieg der aktiven Corona-Fälle deutlich verlangsamt. Bereits 10.495 Patienten klassifizieren wir nach unseren Berechnungen derzeit als wieder genesen.

Vorsorglich weisen wir trotzdem noch einmal darauf hin, dass es sein kann, dass die Fallzahlen am Wochenende etwas verzerrt sind, da nicht alle Gesundheitsämter den vollen Dienst haben. Wenn sich der Trend aber so fortsetzt, dann haben wir zumindest die Bestätigung, dass die getroffenen Maßnahmen wirken. Das will ja im Moment noch keiner so recht in den Mund nehmen.

>>> Entwicklung der Fallzahlen - Grafik im Großformat <<<

Intensivmedizin läuft nach
Trotz allem bleibt die Lage im Bereich der Intensivmedizin natürlich weiterhin angespannt, denn hier läuft die Spitze natürlich etwas hinter der allgemeinen Krankheitswelle hinterher. Schwere Fälle brauchen länger zur Genesung und die Schwere tritt meist auch später im Krankheitsverlauf auf.

Als Hinweis an dieser Stelle noch einmal: Die Verschlimmerung der Symptome kann sehr schnell verlaufen. Hier muss dann schnell gehandelt werden: Ab ins Krankenhaus. Jede Minute zählt dann.

Lockerung der Maßnahmen: Ein Fahrplan
Jetzt sind Politik, Virologen und die Wirtschaft gefordert: Skizziert einen Plan zur Wiederaufnahme des gesellschaftlichen Lebens. Wir haben den Shutdown jetzt noch drei Wochen. Was passiert dann? Wie soll es weitergehen?

Und noch ein Wort: Auch wenn Olaf Scholz derzeit betont, man könne nicht Wirtschaft gegen Gesundheit abwägen:

Lieber Herr Finanzminister - machen wir das nicht immer? Gibt es nicht genug Therapien, die für den einzelnen nicht bezahlt werden können, weil sie wirtschaftlich nicht tragbar sind? Stecken nicht auch hinter der Wirtschaft Einzelschicksale und möglicherweise viele zerstörte Existenzen und auch solche, die sich mit dem Gedanken tragen, freiwillig aus dem Leben zu scheiden?

Wir wägen täglich monetäre Interessen gegen Todesfälle ab. Und möglicherweise wird das auch wieder kommen und noch deutlicher auftreten, als es bislang der Fall ist, falls es wirtschaftlich nicht so rund läuft, wie in den letzten fetten Jahren gewohnt. Die Krankenkassen haben jetzt schon Löcher, die gestopft werden müssen.

Und da hilft es auch nicht, wenn man sich hinstellt und alles auf die Tarifpartner im Gesundheitssystem schiebt. Letztendlich können wir Geld nur einmal ausgeben.

Und insbesondere in der Autoindustrie stehen schwere Jahre an. Und Corona macht diese nicht leichter.

Für den Montag morgen sei es genug. Wir haben fertig.

Bleibt alle gesund zuhause.

-csch-

Corona-Grafik vom Vortag
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