Mit Erdgas durchs Land

Fiat Panda Natural Power

Fiat Grande Panda (03/2025 - )
Fiat Panda (03/2012 - )



Ein Jahr nach seiner Weltpremiere auf der IAA in Frankfurt präsentiert Fiat zwei weitere Varianten des neuen Panda. Auf dem Pariser Automobilsalon zeigt der italienische Hersteller neben dem Panda 4x4 mit dem Panda Natural Power eine weitere Weltpremiere rund um die dritte Generation der „Tollen Kiste".

Der Fiat Panda Natural Power erweitert die Produktpalette des Kultmobils um ein Modell, das sich schon immer an den Bedürfnissen der Kunden orientiert hat. Er ist dabei die intelligente Lösung in einer Zeit, in der die Benzin- und Dieselpreise ständig steigen.

Die Merkmale des neuen Antriebs
Der Fiat Panda ist das weltweit erste Auto, das mit einem Zweizylinder-Turbotriebwerk für Erdgas und Benzin ausgestattet ist; er ist spritzig, besitzt ein ausgezeichnetes Drehmoment und hervorragende Leistung pro Liter Hubraum, ist sparsam und bietet doch Fahrspaß.

Die Merkmale des neuen Panda - breiterer Radstand sowie Hinterradaufhängung mit Torsionsachse und höherem Wankwiderstand - tragen auch beim Panda Natural Power zu einem besseren Handling und mehr Komfort bei, wodurch das Fahrzeug noch sicherer wird und mehr Fahrvergnügen bietet.

Ausgestattet mit dem neuentwickelten, 80 PS starken Zweizylindermotor 0.9 TwinAir Turbo Natural Power garantiert der neue Panda geringe CO2-Emissionen (86 g/km) und hervorragende Verbrauchswerte (3,1 kg/100 km im kombinierten Zyklus). Beide Werte werden im Erdgasbetrieb erzielt. Insbesondere die Emissionswerte sind absoluter Rekord bei den Fahrzeugen der Fiat-Gruppe und gehören zu den niedrigsten Werten auf dem Markt.

Herausragend ist ebenfalls die Reichweite, die bei einer um 30 Prozent besseren Leistung im Vergleich zum Panda Classic 1.4 Natural Power um 10 Prozent gestiegen ist. Der Benzintank entspricht mit 35 Litern Fassungsvermögen nahezu dem der normalen Benzinversion. So garantiert der Panda TwinAir Turbo Natural Power maximalen Aktionsradius auch außerhalb des Netzes der Erdgastankstellen.

Durch die Anbringen der Gastanks am Unterboden des Fahrzeugs bleibt das Kofferraumvolumen mit 200 Litern im Vergleich zu den Benzin- oder Dieselvarianten des Fiat Panda nahezu unverändert. Dabei besitzen die Erdgasflaschen ein Fassungsvermögen von ca. 12 kg (entspricht 72 Litern bei einem Druck von 200 bar). So kostet eine komplette Gasfüllung gerade einmal 13,15 Euro (Durchschnittspreis im August 1,1 €/kg). Geht man von einer durchschnittlichen jährlichen Laufleistung von 12.000 km im Stadtverkehr aus, lassen sich im Jahr mehr als 1.000 Euro sparen.

Die Technik
Der bivalente TwinAir verfügt im Vergleich zur Benzinvariante über spezielle Elemente des Kraftstoffsystems, wie z.B. den Ansaugstutzen, die Injektoren, das elektronische Steuersystem des Motors und die Ventilsitze mit spezieller Geometrie aus verschleißfestem Material. Diese perfekte Integration aller Komponenten garantiert zusammen mit modernster Technik - wie dem MultiAir-System und dem Turbolader - maximale Zuverlässigkeit, ohne dass die Leistungsfähigkeit des Fahrzeugs in der Erdgasversion eingeschränkt wäre.

Die beiden Kraftstoffzufuhrsysteme (Erdgas und Benzin) funktionieren unabhängig voneinander: normalerweise läuft das Fahrzeug mit Erdgas, so dass nur für den Startvorgang Benzin benötigt wird. Anschließend wird sofort und automatisch auf das andere System umgeschaltet. Die Benzinversorgung ist nur dann erforderlich, wenn das Gas in den Gasflaschen fast aufgebraucht ist. Es ist jedoch immer möglich, durch einfaches Betätigen einer Taste auf dem Armaturenbrett von Erdgas auf Benzin umzustellen - und umgekehrt.

Spitzenwerte in Europa
Dank des breiten Angebots ist Fiat heute auf dem Gebiet der werksseitig ausgestatteten Erdgasfahrzeuge (OEM) führend in Europa, zwischen 1997 und heute wurden hier mehr als 500.000 Einheiten (Pkw und Nutzfahrzeuge) verkauft. Dieser Spitzenwert hat dazu beigetragen, dass Fiat im fünften Jahr in Folge die Marke mit dem geringsten CO2-Ausstoß aller im Jahr 2011 in Europa verkauften Fahrzeuge ist mit einem Durchschnittswert von 118,2 g/km (4,9 g/km weniger als der Durchschnitt des Jahres 2010).

Acht Monate nach dem Verkaufsstart des neuen Panda tritt das Unternehmen dem Trend der stetigen Verteuerung der Mobilität mit dem Angebot dieser neuen, umweltfreundlichen Variante entgegen. Von August 2011 bis August 2012 sind die Kosten für Benzin und Diesel um ca. 15 Prozent bzw. 18 Prozent gestiegen, während Erdgas lediglich um moderate 7 Prozent zugelegt hat.

Warum Erdgas?
Beim Erdgasantrieb handelt es sich derzeit um eine der geeignetsten Techniken zur Verringerung der Luftverschmutzung und zur Reduzierung der CO2-Emissionen. Erdgas ist nicht nur der „sauberste" der heute verfügbaren Kraftstoffe, sondern auch bei weitem am günstigsten - wie Einsparungen von 50 Prozent im Vergleich zur Benzinversion zeigen (bezogen auf die Kraftstoffkosten pro Kilometer).

Im Vergleich zum Diesel setzen Erdgasfahrzeuge keine Partikel frei, die Stickoxidemissionen sind um ca. 90 Prozent geringer. Verglichen mit benzinbetriebenen Motoren garantieren Erdgasantriebe eine Reduzierung der Stickoxide um ca. 50 Prozent und des CO2-Ausstoßes um fast 25 Prozent und leisten so einen Beitrag zur Reduzierung des Treibhauseffekts und der Klimaveränderungen. So können jegliche „Umweltzonen" unserer Städte befahren werden und auch die Nutzung von Parkhäusern und Fähren ist vom Gesetzgeber explizit erlaubt.

In wirtschaftlicher Hinsicht überzeugt das Erdgas als echte Alternative zu den traditionellen Kraftstoffen. Im Vergleich zu Diesel oder Benzin ist Erdgas nur halb so teuer. Daher kann man bei gleichem Wert an Treibstoff doppelt so weit fahren. Außerdem hat der Fiat Panda TwinAir Turbo Natural Power einen bivalenten Antrieb (Erdgas und Benzin), wodurch maximale Autonomie garantiert ist.

Ein weiterer wichtiger Faktor, der zur Entwicklung der Erdgasnutzung beigetragen hat, ist die hohe Sicherheit. Nach EPA-Standard (US-Umweltschutzagentur) gehört Erdgas zu den sichersten Kraftstoffen und steht auf Platz zwei hinter Diesel. Das Gas ist ungiftig und birgt nur ein geringes Brandrisiko - seine Dichte ist geringer als die der Luft. Bei einem versehentlichen Austritt tendiert es daher dazu, sich zu verflüchtigen und in die Höhe zu steigen, so dass keine gefährliche Konzentration entstehen kann.
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