- © OpelFrüher kämpfte Opel mal um die Krone der Verkäufe in Deutschland. Mit Kadett D und E konnte man beinahe noch am immerwährenden Spitzenreiter VW Golf schnuppern. Leider sind die Zeiten längst vorbei. Opel war durch General Motors als Eigentümer stets im Wesentlichen ein Europäischer Anbieter, ein Problem in einer globalisierten Welt.
Dieses Problem wird man auch bei Stellantis nicht los. Und so kommt es, wie es wohl kommen Muss: Stellantis stellt sich mit vier globalen Marken neu auf und Opel gehört nicht dazu. So verkündete Stellantis auf dem aktuellen Investorensummit.
RegionalmarkeNein - Opel wird nicht komplett fallengelassen und auch nicht abgestoßen. Aber die Globalmarken werden Technologien als erstes bekommen und dann erst die Regionalmarken. Die Regionalen werden auch nicht in jedem Segment mitspielen können und nicht auf jedem Markt. Europa wird wahrscheinlich bei Opel der Fokus bleiben.
Ausgedrückt hat sich das längst: Opel Bochum geschlossen. Kaiserslautern seit dem Wegfall der Insignia-Fertigung nur noch ein Schatten seiner selbst. Etwa die Hälfte der ehemaligen Hallen sind abgerissen. Und: Die Batteriefertigung von ACC kommt erst einmal nicht.
Peugeot, Fiat und Jeep gehören übrigens zu den vier globalen Marken. Dazu kommt noch RAM, die allerdings hierzulande weniger bekannt sind.
Der Rest - und das sind die meisten Marken - sollen möglichst effizient in ihren Märkten und Nischen aufgestellt werden. Was das bedeutet? Weiß Stellantis in dem sich derzeit unfassbar schnell ändernden Marktumfeld wahrscheinlich auch noch nicht. Wir drücken Opel, den deutschen Werken und natürlich auch den Mitarbeitern jedenfalls alle Daumen.
Kennt ihr noch: Opel BochumDie Schließung des Opel-Werks in Bochum markierte das Ende einer bedeutenden Ära der deutschen Automobilindustrie. Nach mehr als fünf Jahrzehnten Produktion lief im Dezember 2014 das letzte Fahrzeug vom Band. Der Standort galt lange als einer der wichtigsten und besten Arbeitgeber im Ruhrgebiet und prägte die wirtschaftliche Entwicklung der Region maßgeblich.
Als Gründe für die Werksschließung nannte der Autobauer anhaltende Überkapazitäten sowie den starken Wettbewerbsdruck auf dem europäischen Automarkt. Für die Beschäftigten bedeutete das Aus des Werks den Verlust zahlreicher Arbeitsplätze und große Unsicherheit über ihre berufliche Zukunft. Gewerkschaften und Belegschaft hatten zuvor jahrelang für den Erhalt des Standorts gekämpft.
Heute steht die Schließung von Opel Bochum sinnbildlich für den tiefgreifenden Strukturwandel im Ruhrgebiet sowie den deutlich beginnenden Wandel in der Automobilindustrie. Gleichzeitig entstanden auf dem ehemaligen Werksgelände neue Gewerbe- und Logistikflächen, die langfristig zur wirtschaftlichen Neuausrichtung der Region beitragen sollen.