Ein Unfall ist schnell passiert - die Versicherung hilft. / Foto: Clark Van Der Beken auf Unsplash Wer ein Auto versichert, kann zwischen verschiedenen Formen der Deckung wählen. Wer sich damit noch nie beschäftigt hat, sieht erst einmal einen Wirrwarr aus Begriffen. Doch der Unterschied ist gut zu verstehen, wenn man die Varianten nebeneinanderlegt. Mit diesem Wissen wählst du eine Deckung, die zu deinem Auto und deiner Situation passt, ohne zu viel zu zahlen oder zu knapp abgesichert zu sein.
Die gesetzliche Basis
Die begrenzteste Form deckt den Schaden, den du mit deinem Auto anderen zufügst. Diese Deckung ist gesetzlich vorgeschrieben, denn ohne sie darfst du nicht auf die Straße. Schaden am Auto eines anderen, an Eigentum oder Verletzungen bei einem Unfallgegner fallen darunter. Schaden am eigenen Auto erstattet diese Grundform jedoch nicht. Für ein älteres Auto mit wenig Wert ist das oft eine logische Wahl.
Eine Stufe umfassender
Die mittlere Variante ergänzt den Schutz um eine Reihe von Risiken, die dich selbst treffen. Denk an Schaden durch Diebstahl, Brand, Sturm, Glasbruch oder einen Zusammenstoß mit einem Tier. Diese Form deckt also mehr als nur den Schaden an anderen, aber nicht den Schaden, den du selbst an deinem eigenen Auto verursachst. Für ein Auto, das ein paar Jahre alt ist, bietet diese Zwischenform oft eine gute Balance zwischen Preis und Schutz.
Die umfassendste Deckung
Die weitreichendste Form erstattet auch Schaden am eigenen Auto, sogar wenn du ihn selbst verursachst. Ein Zusammenstoß, bei dem du der Schuldige bist, fällt also ebenfalls darunter. Diese Deckung ist die teuerste, aber für ein neues oder teures Auto oft die Mühe wert. Der Wert des Fahrzeugs wiegt dann deutlich schwerer als der höhere Beitrag. Eine
Autoversicherung in dieser Form gibt die meiste Sicherheit.
Wie du die richtige Form wählst
Die beste Wahl hängt vor allem vom Wert deines Autos ab. Für ein neues Auto ist eine vollständige Deckung logisch, während sie für ein altes Wägelchen schnell zu teuer ist im Verhältnis zum Wert. Eine Faustregel lautet, dass du mit zunehmendem Alter und sinkendem Wert auf eine begrenztere Deckung herunterschalten kannst. Rechne es durch und schau, was zu deiner Situation passt.
Achte auch auf die Details
Neben der Hauptform bestimmen auch die Details, was eine Deckung wert ist. Achte auf die Selbstbeteiligung, auf mögliche Ergänzungen wie Pannenhilfe und auf die Bedingungen bei Diebstahl. Zwei Policen mit demselben Namen können sich im Kleingedruckten deutlich unterscheiden. Vergleiche deshalb nicht nur den Preis, sondern auch den Inhalt, damit du genau weißt, wofür du zahlst, wenn es darauf ankommt.
Bewusst wählen lohnt sich
Wer die Formen kennt, trifft eine bessere Entscheidung. Statt blind die günstigste Police zu nehmen, stimmst du Deckung und Preis auf den Wert deines Autos ab. So zahlst du nicht für Schutz, den du nicht brauchst, und stehst im Ernstfall auch nicht mit leeren Händen da. Ein wenig Vergleichen vorab erspart dir später Ärger und unnötige Kosten.