Schätzung, Formalitäten, Inserat

Sechs Tipps für den Verkauf Ihres alten PKWs




Sie möchten Ihren Wagen verkaufen und dabei noch möglichst viel Geld herausholen? Dann sollten Sie einige Punkte beachten, die bei einem Autoverkauf wichtig sind. Viele Kfz-Besitzer verschenken mitunter hunderte oder gar tausende Euros, weil sie beim Verkaufen einige kapitale Fehler begehen. Mit diesen sechs Tipps sind Sie auf der sicheren Seite. Falls Sie einen LKW verkaufen möchten, finden Sie hier Tipps dazu.

1. Den Wert des Wagens realistisch einschätzen
Vergessen Sie zunächst am besten die Summe, die der Wagen Sie einst gekostet hat. Der momentane Zeitwert hat nämlich nicht mehr unbedingt etwas mit dem Neupreis zu tun, sondern unterliegt vielen Variablen. Einige Verkäufer schätzen den Wert ihres Kfz viel zu hoch ein und sind dann über ausbleibende Angebote enttäuscht. Ermitteln Sie den Wert Ihres Wagens lieber realistisch – etwa mit Hilfe eines Experten vom TÜV oder über die Online-Wertermittlung bei DAT.

2. Den Zeitpunkt des Verkaufs clever wählen
Manchmal spielt der Zeitpunkt des Verkaufs eine gewichtige Rolle und kann den Preis nach oben oder unten treiben. So sinken die Werte von gewissen Marken deutlich, wenn der Hersteller ein Nachfolgemodell auf den Markt bringt. Cabrios besitzen aus naheliegenden Gründen im Frühling eine deutlich höhere Anziehungskraft als im Winter und es wird mehr Interessenten geben, die sich möglicherweise gegenseitig überbieten.

3. Bei einem gewerblichen Käufer gelassen bleiben
Bei einem professionellen Autohändler gelten beim Autoverkauf andere Regeln als bei einem Verkauf an privat. Wenn Sie also einen Autoankauf in Berlin, Hamburg oder Köln besuchen, dann sind Sie nur einer von vielen Kunden und Ihr Fahrzeug wird unter Umständen nicht so begierig begutachtet wie von einem Privatkäufer, der sich Ihr Auto aus vielen Inseraten ausgesucht hat. Keinesfalls sollten Sie gegenüber einem gewerblichen Käufer zu verzweifelt wirken. Hat der Käufer das Gefühl, Sie wollen den Wagen dringend loswerden, wird sein Preisangebot gering ausfallen.

4. Ein gutes Inserat verfassen
Vor allem beim Verkauf an Privatleute kommt viel auf ein gutes Inserat in einer der Online-Börsen oder in einem Printmagazin an. Während kommerzielle Ankäufer einen relativ festen Prozess haben, nach dem sie kaufen, will ein Privatkäufer das Auto meist für den eigenen Gebrauch und ist anfälliger gegenüber emotionalen Argumenten. Statt Kilometerstand und Reifenabnutzung kommt es bei Privaten eher auf Optik und Alltagstauglichkeit an. Geben Sie im Inserat Beispiele dafür – etwa wie toll der Kombi bei Urlaubsreisen ist oder wie wendig im Stadtverkehr. Versetzen Sie sich in die Lage des Käufers und überlegen Sie, warum Ihr Auto für diesen genau das Richtige ist. Vergessen Sie bei einem Inserat auch keinesfalls gute Fotos bei freundlichem Licht.

5. Der erste Eindruck zählt
Wie so oft im Leben kommt es auch beim Autoverkauf auf den ersten Eindruck an. Wenn Sie mit Ihrem Wagen bei einem Autoankauf vorstellig werden oder sich das erste Mal mit einem potentiellen Käufer treffen, sollte der Wagen in einem Topzustand sein. Waschen und polieren Sie ihn, säubern Sie die Felgen und saugen Sie den Innenraum. Auch ein Duftbäumchen kann Wunder wirken, wenn sich der Interessent das erste Mal hineinsetzt. Achten Sie bitte auch auf Ihr eigenes Erscheinungsbild. Der Interessent wird unterbewusst Rückschlüsse von Ihrer Kleidung auf das Fahrzeug ziehen. Wenn Sie verschwitzt und in schmutziger Arbeitskleidung zum Termin kommen, hat das negative Auswirkungen auf das Verkaufsgespräch.

6. Formalitäten beachten
Natürlich gibt es beim Verkauf eines Fahrzeugs einige Formalitäten zu beachten. Das beginnt schon bei der Erstellung des Inserats. Hier dürfen keine bekannten und offensichtlichen Mängel verschwiegen werden, sonst machen Sie sich nach §263 des StGB strafbar. Beim Verkauf selbst sollte im Kaufvertrag angegeben werden, dass der Käufer für die Ummeldung bei der Zulassungsbehörde zuständig ist. Informieren Sie unbedingt auch Ihre Versicherung über den Verkauf, sonst droht die Zurückstufung in der Schadenfreiheitsklasse.





Foto: pixabay.com/Capri23auto
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