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Tipps für den Ölwechsel - welches Motoröl für welches Auto?

© Avantgarde - Fotolia.com

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Geht es um den jährlichen Ölwechsel, kommt bei vielen Verbrauchern die große Frage nach dem richtigen Öl auf. Beim Blick ins Regal begegnen einem nicht nur Mineralöle, sondern auch Synthetiköle und Longlife-Öle. Doch welches Öl ist für das eigene Auto wirklich geeignet? Wir klären auf!

Zunächst müssen Autofahrer die Aufgaben des Motoröls kennen - diese liegen in der Schmierung der beweglichen Teile, um das Festfressen durch die Reibung von Metall auf Metall zu vermeiden. Das Motoröl muss an alle Schmierstellen gelangen, der Ölfilm darf bei starken Belastungen nicht abreißen und muss zudem hohen Temperaturen standhalten. Zusätzlich müssen die heiß werdenden Teile gekühlt werden, an die die Kühlflüssigkeit nicht heran kommt. Zwischen Zylinderlaufflächen, Kolben und Kolbenringen dient das Motoröl zudem der Feinabdichtung. Auch die Reinigung des Motors und der Schutz vor Korrosion sind weitere wichtige Aufgaben des Motoröls.

Mineral- und Synthetiköle – wo liegen die Unterschiede?
Zunächst ist zwischen den Mineral- und den Synthetikölen zu unterscheiden. Die Mineralöle sind am bekanntesten und seit langem auf dem Markt. Sie bestehen aus Kohlenwasserstoffverbindungen und werden aus dem Erdöl recht einfach gewonnen. Synthetiköle werden zwar auch aus Erdöl hergestellt, allerdings ist die Herstellung aufwändiger und teurer.

Während die Mineralöle aus vielen verschiedenen Kohlenwasserstoffmolekülen bestehen, sind diese beim Synthetiköl deutlich einheitlicher und geradliniger. Bei Mineralölen handelt es sich um Einbereichsöle und bei Synthetikölen dagegen um Mehrbereichsöle. Dadurch können bei ihnen Viskositätsindex-Verbesserer sparsamer eingesetzt werden. Zudem spricht der geradlinige Aufbau der Synthetiköle besser auf die Additive an, die zugesetzt werden. Das Synthetiköl bietet demzufolge einen besseren Kaltstart - auch bei tiefen Temperaturen -, weniger Verschleiß, weil die Schmierstellen schneller versorgt werden und auch der Schmierfilm reißt bei hoher Belastung und Temperaturen nicht so schnell ab.

Was versteht man unter Leichtlaufölen?
Die Leichtlauföle stehen für eine Verringerung der Reibungsverluste. In der Regel sind Leichtlauföle Hydrocrack- bzw. Syntheseöle, die einen hohen Viskositätsindex aufweisen. Der Verdampfungsverlust liegt dagegen sehr niedrig.

Die Leichtlauföle sind in den folgenden SAE-Bereichen erhältlich:
  • 0W-30
  • 0W-40
  • 5W-30
  • 5W-40

Ziel der Leichtlauföle ist es, den Kraftstoffverbrauch zu senken. Laut ADAC-Untersuchungen soll dieser bei Kurzstrecken um vier bis sechs und auf der Autobahn um zwei Prozent gesenkt werden können.

Die Longlife-Öle als weitere Alternative
Die Longlife-Öle stellen Leichtlauföle dar, die in Fahrzeugen mit Longlife-Service vorgeschrieben sind. Beim Longlife-Service berechnet ein Steuergerät mit Sensoren verschiedene Daten, um so den nächsten Inspektionstermin zu ermitteln. Generell dürfen bei Fahrzeugmodellen, die diesem Service unterliegen, nur die vorgeschriebenen Öle verwendet werden, da alle anderen den Verschleiß erhöhen und sogar einen Motorschaden bedingen können. Allerdings sind die Longlife-Öle nicht überall erhältlich, sodass es ratsam ist, diese auf Vorrat zu kaufen, z.B. bei spezialisierten Motoröl-Shops wie raufoilshop.de.

Welches Motoröl sollte ich verwenden?
Welches Öl kommt nun aber tatsächlich in Frage? Die Hersteller führen verschiedene Prüfläufe durch, in denen sie ermitteln, welches Öl für das eigene Auto am besten geeignet ist. Die Herstellervorgaben sollten auch eingehalten werden, damit man seine Garantieansprüche nicht verwirkt.



Weitere wichtige Merkmale sind die API-Klassifikationen und die SAE-Viskositätsklassen. Die Motoröle weisen auf der Verpackung Kennzeichnungen auf, die diese Daten angeben. Auch eigene Prüfnormen einzelner Hersteller, wie zum Beispiel VW 507.00, werden auf der Verpackung angegeben. Hier sollte die Bedienungsanleitung des Fahrzeugs zur richtigen Auswahl des Öls herangezogen werden.
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