Braunschweiger Forschungspreis 2007: Verleihung an Professor Dr. Sebastian Thrun
Bei den Erfolgen der autonom fahrenden Prototypen „Stanley“ und „Junior“ stand Prof. Dr. Sebastian Thrun auf dem Siegerpodest, bei der feierlichen Übergabe des „Braunschweiger Forschungspreises 2007“ am heutigen Samstag stand er schon wieder im Rampenlicht. Der 39-jährige Wissenschaftler von der US-amerikanischen Stanford University wurde für seine zukunftsweisenden Arbeiten in den Themengebieten autonomes Fahren und Fahrerassistenzsysteme ausgezeichnet.
Prof. Dr. Jürgen Leohold, Leiter der Volkswagen Konzernforschung, hob in seiner Laudatio die herausragende Bedeutung der Forschungs-ergebnisse hervor: „Prof. Dr. Thrun hat mit seiner Arbeit einen großen Schritt in die automobile Zukunft getan. Wir sind stolz eine Kooperation mit diesem engagierten und herausragenden Forscher eingegangen zu sein, die wir nach den großen Erfolgen mit „Stanley" und „Junior" in Zukunft weiter ausbauen wollen."
Das Stanford Racing Team unter der Leitung von Thrun hatte im Oktober 2005 mit dem Touareg „Stanley" das erste Rennen für autonom fahrende Autos, die Grand Challenge, gewonnen. Vor einer Woche belegte das Team mit dem Passat „Junior" bei der Urban Challenge den zweiten Platz. Das rund 100 Kilometer lange Rennen fand diesmal in einer städtischen Umgebung in der Nähe von Los Angeles statt.
Der Werdegang des in Solingen geborenen Thrun ist beeindruckend: Er absolvierte sein Informatikstudium an den Universitäten Hildesheim und Bonn. An der Carnegie Mellon University Pittsburgh (USA) spezialisierte er sich auf Robotik und maschinelles Lernen. Seit 2004 leitet er das Labor für Künstliche Intelligenz der Stanford University, das eng mit der Volkswagen Konzernforschung kooperiert.
Thrun wurde von einer hochkarätig besetzten Jury verschiedener Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Medien als Preisträger ausgewählt. Mitglieder der Jury unter Vorsitz von Braunschweigs Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann waren unter anderem der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff und Prof. Dr. Martin Winterkorn, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG.
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