Informationen zum VW Golf VII

Historie - VW Golf VII

Offiziell gab es seitens Volkswagen nie eine Nummerierung der Golf-Generationen, also keinen Golf I, II, III, IV, V, VI und VII. Bei nun sieben Generationen ist die geschichtliche Einordnung jedoch übersichtlicher, wenn diese Nummerierung nun auf dem Wege dieser Presseinformation „offiziell“ Einzug in die Historie des Golf hält. Fakt ist: Mit – bis einschließlich 31. Juli 2012 – exakt 29,13 Millionen verkauften Golf seit 1974 ist dieser Volkswagen inklusive seiner Derivate wie dem Cabriolet oder Variant eines der erfolgreichsten Automobile, die jemals auf der Welt angeboten wurden!

Golf I – 1974 bis 1983

Der erste Golf der Serienproduktion fährt im März 1974 von den Produktionsbändern in Wolfsburg und ist ab Mai bei den Volkswagen Händlern. Dort, wo über Jahrzehnte der Käfer und damit der Heckmotor und Heckantrieb das Bild dominierte, beginnt so endgültig eine neue Epoche: die des quer eingebauten Frontmotors und Frontantriebs. Eingeleitet hatte diese Bewegung kurz zuvor der Scirocco und – als erster Volkswagen Fronttriebler nach dem von NSU übernommenen K70 – der 1973 vorgestellte Passat. Mit dem Golf war nun auch die volumenstärkste Klasse auf die neue Technologie umgestellt worden.
Der von Giorgio Giugiaro entworfene Golf I musste als Nachfolger des legendären und mehr 21,5 Millionen Mal gebauten Käfers der unermesslich großen Erwartung gerecht werden, die Erfolgsgeschichte des bis dato erfolgreichsten Autos der Welt fortzusetzen. Im Frühjahr 1974 konnte sich niemand wirklich sicher sein, dass dies mit dem neuen Auto auch gelingen würde. Doch das moderne und sichere Antriebskonzept, das großzügige Raumkonzept mit einer Heckklappe und umklappbarer Rücksitzlehne und letztlich auch das Design überzeugten derart, dass bereits im Oktober 1976 der einmil-lionste Golf gefeiert werden konnte.

Volkswagen schrieb damals über den Neuen: „Der Golf bietet ein Maximum an Nutzraum und Sicherheit. Er ist kompromisslos auf die Praxis ausgerichtet. Die tiefe Gürtellinie macht ihn übersichtlich, die abfallende Fronthaube gibt den Blick auf die Fahrbahn bis kurz vor den Wagen frei. Das tief heruntergezogene Heckfenster macht Rückwärtsrangieren problemlos.“ Und das gilt bis heute.
Wie alle Golf danach, so war auch schon die erste Generation ein Spiegelbild des Fortschritt und der automobilen Trends der jeweiligen Epoche. So leitete Volkswagen zum Beispiel mit dem ersten Golf GTI (1976) die Dynamisierung dieser Klasse ein; der Golf D (Saugdiesel, 1976) und der spätere Golf GTD (Turbodiesel, 1982) sorgten für den Durchbruch des Diesel im kompakten Segment. 1979 brachte Volkswagen mit dem Golf Cabriolet – das zeitweise meistverkaufte offene Auto der Welt –frischen Wind in jene Klasse, die im Volksmund zu dieser Zeit längst schon Golf-Klasse hieß. Von der ersten Generation des Golf inklusive aller Derivate wie dem Cabriolet und dem seinerzeit baugleichen Jetta wurden 6,72 Millionen Exemplare auf allen Kontinenten dieser Erde verkauft – der Golf hatte sich als würdiger Nachfolger des Käfer erwiesen.

Golf II – 1983 bis 1991

Er war der zweite Golf – der Volkswagen, mit dem die Generation der Babyboomer, die heute knapp 50-Jährigen, fahren lernte: Wurde schon der Vorgänger zum Liebling aller Fahrlehrer und Fahrschüler, dann dieselte sich der neue Golf nun endgültig und unauslöschbar in die Köpfe dieser Allianz auf Zeit. Die saß ab August 1983 nicht mehr ganz so eng nebeneinander, wusste die Pressemappe des Jahres 1983: „Der Radstand ist um 75 mm, die Spurweiten sind um 23 mm vorn und 50 mm hinten gewachsen. Die Gesamtlänge nahm um 170 mm zu (3,99 m), die Breite um 55 mm (1,42 m)… Das Komfortmaß, gemessen von der Gaspedal-Ebene bis zur Fondlehne, wurde um 37 mm auf 1.837 mm vergrößert, die Ellbogenweite vorn um 92 mm und hinten um 112 mm. Beim Viertürer ergibt sich hinten sogar ein Plus von 120 mm.“
Fakt ist auch: Es war der Golf, mit dem der geregelte Katalysator (1984), das Antiblockiersystem (ABS, 1986) und die Servolenkung in der Golf-Klasse durchstarteten und der erstmals auch allradgetrieben (syncro, 1986) zu haben war. Und schon 1989 – vor 23 Jahren! – stellte Volkswagen von diesem Golf einen Prototyp mit Elektroantrieb und einen weiteren mit Hyb-ridantrieb vor. Im Juni 1988 – 14 Jahre nach dem Debüt – hatte der Golf zudem die magische Produktionsschallmauer von 10 Millionen Exemplaren durchbrochen! Nach 6,41 Millionen Exemplaren lief die zweite Generation des Golf im 1991 aus, um dem Nachfolger Platz zu machen.

Golf III – 1991 bis 1997

Mit der dritten Generation des Golf leitete Volkswagen ab August 1991 eine neue Ära der Sicherheit ein. Zum einen war der Golf III der erste Typ der Baureihe, den es ab 1992 mit Frontairbags gab; zum anderen aber führten große Fortschritte im Bereich der Karosserie-Konstruktion dazu, dass die Crasheigenschaften sich signifikant verbesserten. Rückblickend darf attestiert werden, dass Volkswagen mit diesem Golf die passive Sicherheit regelrecht demokratisierte, da der verbesserte Schutz weltweit Millionen von Autofahrern zugute kam.
Doch mit dem Golf III sind zahlreiche weitere Meilensteine der Baureihe verbunden. Unter seiner Karosserie im Golf debütierte der erste Sechszylindermotor (VR6), die legendäre Schwungnutzautomatik und die Geschwindigkeitsregelanlage (Tempomat), der erste Oxydationskatalysator für die Dieselmotoren (1991), der erste Dieseldirekteinspritzer (TDI, 1993 und SDI, 1995) und die ersten Seitenairbags (1996). Ebenfalls 1996, im September, wurde das ABS für alle Golf serienmäßig. 1993 hatte Volkswagen auf der Basis des dritten Golf zudem ein neues Cabriolet, einen neuen Allradler (syncro II) und den ersten Variant (Kombi) der Baureihe vorgestellt. Ein Jahr später – im Mai 1994 – feierte Volkswagen 15 Millionen produzierte Golf. 1997 lief die dritte Generation nach 4,96 Millionen gefertigten Exemplaren aus.

Golf IV – 1997 bis 2003

Unter der Regie des damaligen Volkswagen Designchefs (Konzern) Hartmut Warkuß kristallisierte sich jenes klare und präzise Design heraus, das einerseits der Historie der Marke mehr als je zuvor gerecht wurde, andererseits die Weichen für den Aufbruch in die Volkswagen Zukunft stellte. Die Volkswagen Design-DNA hat in dieser Zeit ihren Ursprung. Heute gilt der Golf IV unter Design-Experten als Stilikone und wegweisend für die Baureihe – sicher auch deshalb, weil er mit all seiner Klarheit und dem für die Baureihe prägenden C-Säulen-Design die Brücke zum Golf I des Jahres 1974 schlug.
Doch nicht nur optisch, auch technisch war der Golf IV wegweisend. Volkswagen realisierte mit diesem Auto einen völlig neuen Qualitätsstandard im Segment und durchbrach so als erster Hersteller die Klassengrenzen. Parallel schritt mit dem Debüt des ESC (1998) und des Bremsassistent die Demokratisierung der Sicherheit weiter voran. Ebenfalls 1998 stellte Volkswagen den ersten allradgetriebenen Golf mit einer Haldex-Kupplung vor – den Golf 4MOTION. Ein Jahr später wurde das ESC zuerst in Deutschland Serienstandard. Im selben Jahr debütierte der erste Golf mit 6-Gang-Getriebe. 2001 folgte der heute bereits als Klassiker gesuchte Golf GTI 132 kW (zum 25. Geburtstag des GTI), 2002 der erste Golf mit Benzindirekt-einspritzung (FSI) und das Debüt der serienmäßigen Kopfairbags (Windowairbags). Ebenfalls 2002 stellte Volkswagen zudem den bis dato sportlichsten Golf aller Zeiten vor: den 250 km/h schnellen R32. 2003 war es dieses Topmodell der Baureihe, das erstmals mit dem revolutionär schnell und sparsam arbeitenden Doppelkupplungsgetriebe (DSG) – der Automatik der Neuzeit – erhältlich war. Im selben Jahr räumte der Golf IV – der erste vollverzinkte und mit Navigationssystem sowie Xenonscheinwerfern erhältliche Golf – nach 4,92 Millionen Exemplaren den Platz auf den Produktionsbändern für den Golf V.

Der Golf V – 2003 bis 2008
Er war der Golf, dessen Komfort und Dynamik so manch einen Wettbewerber der höheren Mittelklasse hinter sich ließ. Nichts anderes galt für die Qualität. Ein Wert, der die Stabilität der per Laser geschweißten Karosserie untermauert, waren die 2003 beim Debüt des Golf V ausgewiesenen 35 Prozent Plus in der Torsionssteifigkeit. Erstmals war der Golf nun zudem auf Wunsch mit Seitenairbags im Fond lieferbar – zusammen mit den sechs serienmäßigen Airbags (Front, Seite vorn, Kopfairbags) waren damit acht der schützenden Luftpolster an Bord.

In Sachen Komfort und Dynamik punktete der Golf V unter anderem dank seiner neuen Vierlenkerhinterachse und einem neuen 7-Gang-DSG, Bi-Xenonscheinwerfern, Regensensor und Panoramaschiebedach sowie dem Debüt des ersten Turbo-Benzindirekteinspritzer im Golf GTI (2004) und des weltweit ersten Twinchargers (TSI, 2006) mit Turbo- und Kompressor-Aufladung. Parallel wurde die Baureihe mit neuen Karosserievarianten für ein noch größeres Spektrum an Autofahrern interessant: 2006 debütierte der Golf Plus, 2007 der CrossGolf, ein neuer Variant und der Golf BlueMotion, der mit einem Durchschnittsverbrauch von nur 4,5 l/100 km Zeichen setzte. Als dann 2008 der Golf VI vorgestellt wurde, waren von der Generation V in allen Versionen 3,27 Millionen Exemplare produziert worden.

Golf VI – 2008 bis 2012
In nur vier Jahren entstanden auf der Basis der 2008 vorgestellten sechsten Generation bis Ende Juli 2012 weitere 2,85 Millionen Golf. Und wieder machte auch die Sicherheit große Fortschritte: Die erneut per Laser geschweißte Karosserie war derart stabil, dass sie mit Bravour die maximalen fünf Sterne im EuroNCAP-Crashtest erzielte. Serienmäßig war nun zudem ein weiterer Airbag an Bord: der Knieairbag.
Im Hinblick auf die Qualität galt insbesondere das Interieur des Golf VI als wegweisend. Immer mehr TSI-Motoren und die Umstellung der Turbodiesel (TDI) von der Pumpe-Düse-Technik auf das Common-Rail-System sorgten indes für mehr Dynamik bei weniger Verbrauch. Spitzenreiter im positiven Sinne war hier der zweite Golf BlueMotion mit einem Durchschnittsverbrauch von nur noch 3,8 l/100 km respektive 99 g/km CO2. Neue Assistenzsysteme wie die automatische Fernlichtregelung Light Assist, der ParkAssist, Berganfahrassistent und Technologien wie die elektronische Dämpferregelung DCC machten das „World Car of the Year“ des Jahres 2009 zum bis dato fortschrittlichsten Golf. Ebenfalls verfügbar: Features wie das Start-Stopp-System und der Rekuperationsmodus, das dynamische Kurvenlicht und LED-Rückleuchten. Auch wenn der Golf VI nun im Golf VII seinen Meister gefunden hat – seine herausragenden Produkteigenschaften und sein souveränes Design werden den sechsten Golf auch als Gebrauchtwagen noch lange Zeit einen der erfolgreichsten Kompakten auf dem Markt bleiben lassen!

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