Immer mobil

Gut durch das Leben - auch ohne eigenes Auto




Für viele Menschen ist das eigene Auto einfach ein Muss und nicht (mehr) wegzudenken. Das Schlimmste, was dann passieren kann, ist, dass der Wagen kaputt geht und/oder man kein Alternativfahrzeug zur Verfügung hat. Wie soll man für einen längeren Zeitraum oder auch dauerhaft ohne das wichtige Fahrzeug zurechtkommen? Oder man könnte auch die Frage stellen, ob ein Leben ganz ohne Auto überhaupt möglich ist? Für viele wird diese Frage wahrscheinlich nur rein theoretisch bleiben, aber manchmal entscheiden sich Menschen auch sehr bewusst für ein Leben ohne eigenes Auto oder es ist ein Zufall, eine bestimmte Begebenheit, die dann wie ein Wink des Schicksals angenommen wird, sodass man sagt, es geht auch ohne Auto.

Die Entscheidung, ganz auf das Auto zu verzichten, wird vielen Verbrauchern sehr schwer fallen, beziehungsweise sie werden das von vorn hinein total ausschließen. Andere hingegen haben damit kein all zu großes Problem. Jemand, der vielleicht schon ohnehin viele Strecken mit Bus, Bahn oder dem Rad zurücklegt, für den ist es bestimmt keine so große Umstellung. Auch in den Großstädten wie zum Beispiel Berlin oder Hamburg ist es für viele Bewohner gar nicht mehr die Frage. So sollen schon um die Hälfte der Haushalte dort gar kein Auto mehr besitzen und trotzdem auch so prima durch ihr Leben und durch die Stadt kommen. Sicherlich ist es einfacher in einer Großstadt ohne Auto mobil zu sein. Vieles ist zentraler erreichbar, sodass man ein paar Dinge schnell zu Fuß erledigen kann. Für etwas weitere Wege nutzt man die öffentlichen Verkehrsmittel oder eben das Fahrrad. Viele manchen es schon alleine deswegen so, weil Parkplätze in Großstädten meist Mangelware oder recht teuer sind. Die Parkplatzsuche kann schon so nervenaufreibend und langwierig sein, dass man schnell dazu kommt, das Auto gar nicht zu benutzten. Bundesweit gesehen ist das aber sicherlich noch die Ausnahme. Nur jeder fünfte volljährige Bundesbürger hat keinen Zugriff auf einen Kraftwagen.

Was uns das Auto kostet


Wenn man bedenkt, dass im Schnitt jedes Auto 23 Stunden nur herumsteht, ist das ganze ein teurer Luxus. Meist wird ja das Auto für den Weg zur Arbeit, für den Einkauf oder mal für eine Fahrt in der Freizeit nur genutzt. Diese eher wenige Zeit der Mobilität wird von den Besitzern sehr teuer bezahlt. Man muss sich mal bewusst machen, dass die Ausgaben für das eigene Auto der zweitgrößte Kostenblock im Haushaltsbudget sind. Durchschnittlich kostet einem ein Fahrzeug ca. 15 Prozent des verfügbaren Einkommens. Die Menschen in Deutschland geben nur noch für das Wohnen mehr Geld aus. Wenn man das auf die gesamte Lebenszeit hochrechnet, kann man auf Summen im Bereich von mehreren Hunderttausend Euro kommen, die ein Pkw-Besitzer im Laufe seines Lebens in das Fahrzeug steckt. Vielleicht noch etwas abhängig davon, ob er gerne Neu- oder auch Gebrauchtwagen kauft.

Wenn es nicht ganz ohne Auto geht


Sicherlich werden jetzt einige sagen, dass das alles ja gut und schön sei, aber man immer Situationen hat, wo es ohne Auto nur schlecht oder gar nicht geht. Dafür gibt es aber genug Möglichkeiten und Alternativen. Für besondere Fahrten oder für den Urlaub kann man sich zum Beispiel einen Mietwagen nehmen. Darüber kann man sich auch bei jeder normalen Autovermietung vorher genau informieren, damit man die Bedingungen und Konditionen kennt und man sich so das Passendste für den Anlass heraussuchen kann. Ansonsten gibt es auch die Möglichkeit des "Car-Sharings". Car-Sharing bedeutet nichts anderes, als, dass man sich ein Auto mit anderen teilt und nicht selber besitzt. Oft ist der Halter des Autos der Car-Sharing-Anbieter. Die Kunden schließen mit dem Anbieter bei der Anmeldung einen Rahmenvertrag. Danach können sie alle Fahrzeuge des Anbieters rund um die Uhr selbstständig buchen. Oder man schließt sich mit mehreren privat zusammen und nutzt so gemeinsam ein Auto. Auch für den Job kann man Mitfahrgelegenheiten organisieren, wenn man sich darum bemüht und sich erkundigt.

Alternativ zum eigenen Auto


Seit Jahren wächst in deutschen Städten der Markt für alternative Mobilitätsangebote. Zum Beispiel kann man in Berlin, Hamburg oder Köln über verschiedene Anbieter Fahrräder leihen. Der Senat in Berlin unterstützt sogar die Bikesharing-Unternehmen finanziell und die Stadt investiert in den Ausbau von Radwegen. Das Fahrrad hat die Vorteile, dass man nicht im Stau stehen bleibt, einfacher und umsonst parken kann, man schön Schleichwegen nutzen kann und man nebenbei etwas für die eigene Fitness und die Umwelt tut. Hin und wieder kann man sich auch sicherlich eine Taxifahrt gönnen (wenn man bedenkt, was man spart, wenn man privat kein Auto finanzieren muss) und mehr Busse und Bahnen nutzen. Man muss sich einfach nur von alten Gewohnheiten trennen und auch mal neue, vielleicht unbekannte, Wege begehen.

Foto: pixabay.com/markopg
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