Mehr Leistung geht fast immer...

Tuning – Wie geht es und was bringt es?

Hersteller liefern Autos aus, die immer noch eine Leistungsreserve haben. Wenn Sie die maximale Motorleistung ausreizen wollen, dann sollten Sie einmal über Tuning nachdenken.

Tunen können Sie mit Powerboxen und durch Kennfeldänderung. Beide Methoden unterscheiden sich in der Installation. Finden Sie die für Sie passende Variante:

1. Powerboxen
Powerboxen sind kleine Computer, die Sie selbst ganz einfach zwischen Motorsteuerung und Sensorik ein- und ausbauen können. Der Vorteil der Powerboxen liegt darin, dass die Software Ihres Wagens nicht überschrieben wird. Die Motorschutzsysteme werden nicht angetastet. Die Optimierung findet nur innerhalb der Leistungsreserven statt.

Die Zusatzsteuergeräte erfassen die unterschiedlichsten Parameter wie Ladedruck und Einspritzmenge, optimieren sie und geben sie in Echtzeit an die Motorsteuerung weiter. Diese wiederum errechnet mit diesen Daten neue Werte und übermittelt diese verbesserten Werte an den Motor.

2. Kennfeldänderung
Computer sind heute aus keinem Lebensbereich mehr wegzudenken, auch nicht aus dem Auto. Zündzeitpunkt, Kraftstoffmenge, Einspritzintervalle und viele andere Vorgänge werden durch sie gesteuert.

Wie der Name schon sagt, wird bei der Kennfeldänderung, die auch als On Board Diagnostics Tuning (OBD Tuning) bekannt ist, wird, in die Software vom Autohersteller eingegriffen.

Durch das Aufstecken von Modulen an die OBD II-Schnittstelle wird die Optimierungssoftware übertragen. Diese Schnittstelle wird auch dazu benutzt, Diagnosen zu stellen und Fehler auszulesen. Der Motor wird dabei nicht baulich verändert.

Sie können zwar bei Bedarf den ursprünglichen Zustand wiederherstellen, aber das ist mit einem gewissen Aufwand verbunden.

3. Was bringt es?
Tuning erhöht die freigesetzte Energie und steigert das Leistungsvermögen Ihres Motors.

Durch intelligentes Tuning sind bis zu 30 Prozent Leistungssteigerung möglich. Das ist oft mehr als bei der nächsthöheren Motorklasse und das zu einem geringeren Preis.

Sie können dynamischer beschleunigen und der Fahrspaß wird größer.

Durch mehr Leistung im unteren Drehzahlbereich fahren Sie mit niedrigeren Drehzahlen. So können Sie bei gleicher Fahrweise auch noch Ihren Kraftstoffverbrauch senken.

4. Nicht vergessen!
Natürlich wollen die Hersteller nicht, dass Sie Ihren Motor optimieren, denn schließlich wollen sie die stärkeren Motoren verkaufen. Sie verlieren daher beim Motortuning die Garantieansprüche auf den Motor. Bei guten Tuningherstellern bekommen Sie eine Motorgarantie über bis zu 2 Jahren und 5.000 Euro im Schadensfall.

Sprechen Sie am besten noch vor dem Tuning mit Ihrer Versicherung. Sonst können Sie unter Umständen bei einem Unfall den Versicherungsschutz verlieren, wenn entdeckt wird, dass Sie Ihren Wagen getunt haben, ohne Ihre Versicherung zu informieren.

Die Kennfeldänderung ist bei jeder Überprüfung nachvollziehbar, das Tuning durch Powerboxen kann durch die veränderten Messwerte ebenfalls auffallen. Versäumen Sie es daher nicht, die Optimierung vom TÜV abnehmen und eintragen zu lassen. Wenn Sie dies unterlassen und es bei der nächsten Überprüfung festgestellt wird, können Sie die Betriebszulassung für Ihren Wagen verlieren.

Um Ihnen die Abnahme beim TÜV zu erleichtern, bieten gute Tuningfirmen Teilgutachten für die Eintragung an. Achten Sie bei der Auswahl unbedingt darauf.
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