Technik für Umwelt

Volkswagen forciert Entwicklung von Batterien für Hybridfahrzeuge

Die Volkswagen AG beteiligt sich am Aufbau eines in Europa einmaligen Lehrstuhls für Angewandte Materialwissenschaften zur Energiespeicherung und Energieumwandlung. Ein entsprechender Stiftungsvertrag ist heute an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster übergeben worden. Dort soll die Professur 2007 ihre Arbeit aufnehmen – mit gemeinsamer Unterstützung der Degussa AG, Chemetall GmbH und der Volkswagen AG.

Zweck der Kooperation ist die Weiterentwicklung von Elektrobatterien für Automobile mit Hybridantrieb. Forschungsschwerpunkt sind Lithium-Ionen-Batterien. Sie sollen in Zukunft die derzeit in Hybridfahrzeugen üblichen Nickel-Metallhydrid-Batterien ersetzen, da sie eine höhere Leistung und Energiedichte sowie eine längere Lebensdauer versprechen. Ziel der Stiftungsprofessur ist es, durch die Entwicklung innovativer Materialien die Performance von Lithium-Ionen-Batterien weiter zu erhöhen und Kosten zu reduzieren.

„Für die Volkswagen AG ist der Fortschritt im Bereich der Energiespeicher einer der Schlüssel zur Weiterentwicklung der Antriebstechnologien. Die heute besiegelte Vereinbarung legt den Grundstein für eine viel versprechende Zusammenarbeit zwischen Industrie und universitärer Forschung", so Prof. Dr. Jürgen Leohold, Leiter der Volkswagen Konzernforschung. Chemetall ist führender Anbieter hochwertiger Lithiumverbindungen, während Degussa als Vorreiter bei der Fertigung von Elektroden und Separatoren als Batteriebauteile gilt. Mit der zunächst fünf Jahre lang gemeinsam finanzierten Stiftungsprofessur unterstreicht die Volkswagen AG, dass Hybridantriebe ein zentrales Element ihrer Antriebs- und Kraftstoffstrategie sind.
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