Absage an Kältemittel R1234yf

Volkswagen nutzt künftig CO2 als Kältemittel für Klimaanlagen


Das nennen wir mal eine Ansage. An der Diskussion um das gefährliche Kältemittel R1234yf prescht VW vorbei und teilt heute in einer Pressemeldung mit, dass man in Zukunft auf CO2 als Kältemittel setzen will. Die Klimaanlagen mit CO2 sind zwar ein wenig teurer als herkömmliche Anlagen, aber für die Umwelt sicherlich der beste Weg aus der Misere.

Erst vor wenigen Tagen hat der Volkswagen Konzern im Rahmen des Genfer Automobilsalons bekräftigt, bis 2018 der ökologisch nachhaltigste Autohersteller der Welt zu werden. Zur Erreichung dieses Ziels investiert der Konzern mehr als zwei Drittel seines Gesamtinvestments in die Entwicklung effizienter Technologien, Antriebe und Fahrzeuge, sowie in eine ökologisch nachhaltige Produktion.

In einem weiteren, konsequenten Schritt in Richtung Klima- und Umweltschutz kündigt der Volkswagen Konzern den Einstieg in die CO2-Technologie an, die sukzessive in der gesamten Fahrzeugflotte ausgerollt wird.

Der Einstieg in die CO2-Technologie ist ein weiterer Beitrag zum Klimaschutz. CO2 (Kohlendioxid) – als Kältemittel auch unter der Bezeichnung R744 bekannt – ist ein natürliches Gas mit einem deutlich geringeren Treibhauspotential als herkömmliche Kältemittel und eignet sich hervorragend für darauf ausgelegte Klimaanlagen in Automobilen. Mit einem GWP-Wert (Global Warming Faktor) von 1 unterschreitet es den von der EU vorgegebenen GWP-Grenzwert von 150 um 99,3 Prozent.

Hintergrund
Das bisherige Kältemittel R134a kann bei neuen Typzulassungen nicht mehr verwendet werden - die EU hat es aus Gründen des Klimaschutzes verboten. Das Ersatz-Mittel R1234yf zersetzt sich an heißen Oberflächen und ist somit im Falle eines Lecks oder Unfalls als giftig einzustufen. Ferner kommen aus der Schweiz Nachrichten, dass sich R1234yf in der Atmosphäre zersetzt und giftige und umweltschädliche Substanzen entstehen, die sich unter anderem im Boden und evtl. auch im Grundwasser anreichern können.

VW entzieht sich durch diesen geschickten Schachzug sämtlicher Diskussionen. Wir sind gespannt, was nun die Premium-Hersteller machen. Erster Hersteller mit der Ankündigung dieses lobenswerten Schrittes sind sie jedenfalls nicht.

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