Winterkorn und Naryshkin eröffnen neues Werk in Kaluga

Volkswagen startet die Montage in Russland


Der stellvertretende Premierminister der Russischen Föderation, Sergej Naryshkin und der Vorstandsvorsitzende der Volkswagen Aktiengesellschaft, Prof. Martin Winterkorn, haben am Mittwoch gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden von SkodaAuto, Reinhard Jung, sowie Prof. Jochem Heizmann, Mitglied des Konzernvorstands für den Geschäftsbereich ’Produktion’, im russischen Kaluga das neue Volkswagen-Werk eröffnet.


„Mit dem Start der Montage in unserem neuen Werk in Kaluga ist der Volkswagen Konzern endgültig im Zukunftsmarkt Russland angekommen. Mit der lokalen Fertigung von Fahrzeugen der Marken Volkswagen und Skoda in der aufstrebenden Stadt Kaluga haben wir nun die Chance, zunehmend vom rasanten Wachstum des russischen Automobilmarktes zu profitieren" so Winterkorn in Kaluga. Der Grundstein auf dem Werksgelände im Südwesten von Moskau war am 28. Oktober 2006 - und damit exakt dreizehn Monate vor dem heutigen Montagestart - gelegt worden.


Die ersten in Russland montierten Fahrzeugmodelle, der Volkswagen Passat sowie der Skoda Octavia, liefen gemeinsam im Rahmen einer Feierstunde vor mehr als 600 geladenen Gästen aus Unternehmen, Wirtschaft und Politik vom Band. Die weiteren Pläne sehen vor, in der nun abgeschlossenen ersten Ausbaustufe des Werkes im Jahr 2008 rund 66.000 Fahrzeuge beider Marken zu montieren. In der zweiten Ausbaustufe ab 2009 wird dann das Werk mit eigenem Karosseriebau, Lackiererei und Endmontage bei einer Kapazität von bis zu 150.000 Fahrzeugen die Produktion aufnehmen.


Reinhard Jung, Vorstandsvorsitzender von SkodaAuto, unterstrich die Bedeutung der neuen Fabrik im Technopark „Grabzevo": „Russland ist für Volkswagen und Skoda ein strategischer Zukunftsmarkt. Dass Skoda jetzt hier mit der Fertigung des Octavia startet, ist ein wichtiges Signal für die weitere Entwicklung unserer Marke. Wir produzieren in Tschechien bereits in drei Werken und darüber hinaus in Indien, in der Ukraine, in Bosnien, in Kasachstan und jetzt auch in Russland. Kaluga ist somit unser fünfter Auslandsstandort. SkodaAuto ist weltweit unterwegs."


Prof. Heizmann bedankte sich ausdrücklich beim Gouverneur des Oblast Kaluga, Anatoli Artamonov, sowie allen Beteiligten für die geleistete Aufbauarbeit in Russland: „Ich freue mich, dass wir heute – auf den Tag genau dreizehn Monate nach der Grundsteinlegung – bereits mit der Fahrzeugmontage in Russland starten können. Ich danke an dieser Stelle allen beteiligten Partnern von russischer Seite und natürlich unseren Mitarbeitern, die hier in Kaluga hervorragende Arbeit geleistet haben. Schon in den nächsten Monaten werden die ersten Anlagenbaufirmen in Kaluga ihre Arbeit aufnehmen. Und im ersten Halbjahr 2009 werden wir dann mit der kompletten Produktion starten."

Die Gesamtinvestitionssumme von Volkswagen in Russland wird mehr als 500 Millionen Euro betragen. In der Endausbaustufe wird das neue Werk in Kaluga mit einer Grundstücksfläche von 400 Hektar einen eigenen Eisenbahnanschluss haben, über den die Versorgung der Produktion mit Teilen und Komponenten sichergestellt wird. Ebenso sind weitere Flächen vorgesehen, auf denen sich Zulieferer für die Produktion ansiedeln können.


Bis zur Fertigstellung des Werkes werden insgesamt mehr als sechs Millionen Kubikmeter Erde bewegt, um die Höhenunterschiede auf dem gesamten Gelände auszugleichen. Die Volkswagen Rus in Kaluga wird bis zum Ende des Jahres 2009 insgesamt rund 3.000 Mitarbeiter beschäftigen.

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