Dieses Modell wird nicht mehr produziert! >> Zum Nachfolgemodell

Informationen zum VW Golf VI

 
Variantenfamilie Golf VI: CrossGolfGolf PlusGolf VariantGolf VIGolf VI CabrioGolf VI GTIGolf VI RGolf VI GTI CabrioGolf R Cabrio

Sicherheit - VW Golf VI

Shortfacts

Baujahr: 2008 - 2012
Segment: Kompaktklasse
Vorgänger:VW Golf V
Nachfolger: VW Golf VII (AU)
Testergebnisse NCAP
Der Standard-Crashtest NCAP liefert für den Golf gute Werte. Er erreichte ein Gesamtergebnis von 5 Sternen.

Einzelergebnisse:
- Erwachsene: 97%
- Kinder: 84%
- Fußgänger: 61%
- Sicherheits-Assistenzsysteme: 71%

Elektronisches Stabilitätsprogramm
Das Elektronische Stabilitätsprogramm ist bereits in der Basisausstattung Trendline serienmäßig enthalten.

Passive Sicherheit
Der Golf wird serienmäßig mit einer sehr guten Sicherheits­ausstattung angeboten. Auf der passiven Seite gehören dazu eine nochmals verbesserte Sicherheitskarosserie (u.a. weitere Ver­stärkungen im Türbereich und optimierter Fußgängerschutz), sieben Airbags inklusive Knieairbag auf der Fahrerseite und ein zum Patent angemeldetes Kopfstützensystem für Fahrer und Beifahrer (WOKS). Sind zudem auch hinten Seitenairbags an Bord (optional), verfügt der Golf als erster Volkswagen automatisch über eine „Anschnall­erkennung“ für den Fond. Darüber hinaus wird mit dem Golf ein neues Sensorkonzept für die Crasherkennung in die Serie eingeführt.


Neues Sensorkonzept zur Crasherkennung
Die sechste Generation des Golf ist mit einem neuen Sensorkonzept zur Erkennung der Crashintensität und Zündung der Airbags ausge­rüstet. Die zentral im Innenraum angeordnete Elektronik wertet dabei die tieffrequenten „fühlbaren“ Verzögerungssignale aus. Zu­sätzlich werden über speziell angepasste Beschleunigungssensoren die Frequenzanteile im mittleren „hörbaren“ Bereich gemessen. Diese Signalanteile entstehen als Körperschall bei der schnellen Deformation der tragenden Strukturen im Bereich des Vorderwagens. Sie breiten sich mit hoher Geschwindigkeit in der Fahrzeugstruktur aus und liefern eine präzise und sehr schnell verfügbare Information über die Schwere des Crashs.

Durch die intelligente Verknüpfung der „fühlbaren“ und „hörbaren“ Signalanteile ist eine schnellere und gleichzeitig zuverlässigere Charakterisierung des Crashs durch die Airbagsensorik möglich. Damit können Airbags und Gurtstraffer besser an die Crashsituation angepasst werden, um Passagiere optimaler zu schützen. Das neue Sensoriksystem für den Golf wurde in Deutschland mit dem Bayeri­schen Innovationspreis ausgezeichnet.


Knieairbag
Der neue Golf ist serienmäßig mit jeweils zwei Front­, Seiten­ und Kopfairbags ausgerüstet. Darüber hinaus verfügt der Golf auf der Fahrerseite erstmals über ein Knieairbagkonzept. Die spezielle Ein­bauposition des Knieairbags – unterhalb des Knieaufschlagbereichs in der Instrumententafel – gewährleistet, dass es beim Zünden des Airbags zu keinem Kontakt zwischen der Airbagklappe und den Unterschenkeln kommt.

Im Crashfall entfaltet sich der Airbag in weniger als 20 Millise­kunden vor den Knien des Fahrers und absorbiert im Zusammenspiel mit dem Sicherheitsgurt und Frontairbag einen wesentlichen Teil der im Beckenbereich abzubauenden Energie. Der Fahrer wird über die Oberschenkel und das Becken frühzeitig in die Fahrzeugverzögerung integriert und durch die daraus resultierende, sanft eingeleitete Oberkörperbewegung im optimalen Winkel mit Brust und Kopf vom Lenkradairbag aufgefangen.

Generell schützt der Knieairbag die Beine des Fahrers vor einer har­ten Kollision mit der Lenksäule und der Instrumententafel. Bei ei­nem Aufprall im schrägen Winkel werden die Füße zudem besser gegen ein seitliches Umknicken geschützt.


Front-, Seiten- und Kopfairbags
Der Fahrer- und Beifahrerairbag (die sogenannten Frontairbags) bilden zusammen mit dem Knieairbag und dem Sicherheitsgurt-System das exakt aufeinander abgestimmte Frontrückhaltesystem des neuen Golf.

Die Seitenairbags sind wie zuvor in die Lehnen der Vordersitze integriert. Sie schützen Brust, Bauch und Becken und wurden optimal auf die steifere Seiten­struktur des Fahrzeugs abgestimmt. Durch die Integration der Seitenairbags in die Sitzlehne wird eine optimale Positionierung von Fahrer und Beifahrer zum Airbag gewährleistet. Gleiches gilt für die optionalen hinteren Seitenairbags im viertürigen Golf. Darüber hinaus setzt Volkswagen serienmäßig Kopfairbags zur Vermeidung hoher biomechanischer Belastungen des Kopfes ein. Im Detail decken diese Airbags den seitlichen Fensterbereich von der A- bis zur C-Säule und vom Himmel bis über die Türbrüstung ab. Ergebnis: ein unabhängig von der Körpergröße maximaler Schutz auf allen Sitzplätzen. Denn durch die großflächige Abdeckung wird das Herauspendeln des Kopfes, ein Herausschleudern von Extremitäten und das Eindringen von Objekten in den Innenraum vermieden. Aufgrund der langen Standzeit des Kopfairbags bleibt die Wirkung auch bei Folgekollisionen wie etwa einem Überschlag weitgehend erhalten.

WOKS – Kopfstützen gegen Schleudertrauma
Unfallbedingte Überdehnungen im Bereich der Halswirbelsäule wer­den international als „Whiplash­Syndrom“ bezeichnet (Whiplash steht im Englischen für „Schleudertrauma“). Volkswagen begegnet dieser Art von Verletzungen, indem Kopf und Oberkörper bei einem Crash möglichst synchron über die Sitzlehne und Kopfstütze geführt werden. Genannt wird dieses „Whiplash-optimierte-Kopfstützen-System“ kurz WOKS. Die neueste WOKS-Generation kommt jetzt serienmäßig im Golf zum Einsatz.

Zur Verringerung des Verletzungsrisikos wird dabei durch die de­finierte Verzögerungsgeschwindigkeit des Oberkörpers via Sitzlehne, der darauf abgestimmten Verzögerung des Kopfes mittels Kopfstütze sowie die ausbalancierte Führung von Kopf und Oberkörper eine hervorragende Schutzwirkung erreicht. Entscheidend sind die spezielle Kontur von Kopfstütze und Sitzlehne sowie die Härte der hier eingesetzten Schaumstoffe. Die Kontur der Kopfstütze wurde von Volkswagen zum Patent angemeldet. Das Schutzpotential von WOKS hat in entsprechenden Versuchen die biomechanischen Messwerte zahlreicher aktiver Systeme deutlich übertroffen.


Neue Anschnallerkennung für den Fond

Ein weiteres Highlight im Golf ist die neue Anschnallerkennung für den Fond. Sie ist automatisch an Bord, sobald der Volkswagen optional mit Seitenairbags und Gurtstraffern für die äußeren, hinte­ren Sitzplätze geordert wird. Dank dieser Warnanzeige wird der Fahrer beim Start und während der Fahrt darüber informiert, ob die Gäste auf der Rückbank angeschnallt sind.

Die Gurtanschnallaufforderung funktioniert wie folgt: Nach dem Einschalten der Zündung wird dem Fahrer im Display der Multifunk­tionsanzeige dreißig Sekunden angezeigt, ob die Mitfahrer auf den hinteren Sitzen angeschnallt sind. Trifft dies zu, wird ein entsprechendes Symbol (angeschnallte Person) für den jeweiligen Platz eingeblendet. Ein nicht angelegter Sicherheitsgurt wird eben­falls dargestellt (leerer Sitz). Werden die Sicherheitsgurte im Fond bei einer Geschwindigkeit von mehr als 25 km/h während der Fahrt gelöst, blinkt die Gurtanschnallaufforderung ebenfalls für dreißig Sekunden (Wechsel im Display zwischen leerem Sitz und angeschnallter Person); darüber hinaus ertönt ein akustisches Signal.
© Dynamic Works Software & Technology GmbH • 2024