Modellpflege

Neuer Ford Transit: ESP ab sofort serienmäßig

Ab sofort haben alle neuen Ford Transit das Elektroni-sche Stabilitäts-Programm ESP von Bosch der neuesten Generation serienmäßig an Bord. Für die Ford Transit-Fahrgestelle wird das ESP ab 1. Oktober 2007 serienmä-ßig verfügbar sein. Aus technischen Gründen sind lediglich die Versionen mit Zwil-lingsbereifung und mit dem später im Jahr auf den Markt kommenden Allradantrieb sowie die Varianten mit Benzinmotor davon ausgenommen. Das ESP unterbindet das Untersteuern (die Vorderräder verlieren Haftung, die Fahrzeugfront drängt zur Kurvenaußenseite) und das Übersteuern (die Hinterräder verlieren Haftung, das Fahrzeugheck wird instabil) des Fahrzeugs und hält es sicher in der Spur. Da sich die Masse und die Lage des Schwerpunkts mit dem Beladungszustand des Fahr-zeugs verändern, kommt im Ford Transit, dem "International Van of the Year 2007", ein beladungsabhängiges ESP zum Einsatz.

Ford versteht seine auf der vergangenen IAA Nutzfahrzeuge (September 2006) an-gekündigte ESP-Offensive als aktiven Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit. Wegen des höheren Aufbaus und der in der Ford Transit-Transporterklasse typi-schen hohen Zuladungen gilt ESP bei diesen Fahrzeugen als besonders wichtig. Al-lerdings wird nach Angaben der Robert Bosch GmbH von den in Europa produzier-ten leichten Nutzfahrzeugen derzeit nur rund jedes Vierte mit ESP ausgestattet. Da-mit liege diese Fahrzeugklasse weit unter dem ESP-Ausstattungsgrad von Pkw.

Ein falsch eingeschätzter Straßenverlauf, ein überraschend auftauchendes Hindernis oder eine stellenweise vereiste Straße: Trotz angepasster Geschwindigkeit kann das Fahrzeug bei solchen Bedingungen schnell außer Kontrolle geraten. Nicht so mit dem ESP, das im neuen Ford Transit zum Einsatz kommt. Es überwacht vor allem die Fahrzeugbewegung, den Lenkradeinschlag (Lenkwinkel) und die Drehzahl der Räder. Aus den Signalen des Drehraten- und Querbeschleunigungssensors errechnet die ESP-Software, ob das Fahrzeug vom Kurs abzuweichen droht. Ist dies der Fall, greift das ESP innerhalb von Millisekunden gezielt in die Bremsen und in die Mo-torsteuerung ein, um einen stabilen Fahrzustand wieder herzustellen. Wenn Vorder- oder Hinterräder Schlupf aufbauen, wird zum Beispiel die Motorleistung verringert und einzelne Räder gezielt abgebremst. Damit erhöht das ESP die Spurstabilität – das Fahrzeug wird sicher auf Kurs gehalten und bleibt kontrollierbar.

Im neuen Ford Transit kommt ein beladungsabhängiges (ladungsadaptives) ESP zum Einsatz: Eine eigene Software-Funktion LAC (Load Adaptive Control) ermit-telt den Fahrzeugschwerpunkt in Längsrichtung und das tatsächliche Fahrzeugge-wicht, indem es das Fahrverhalten beim Beschleunigen und beim Verzögern auswer-tet. Zusätzlich errechnet die LAC die "charakteristische Geschwindigkeit" – dieser Wert hängt maßgeblich vom aktuellen Beladungszustand ab und beschreibt, wie das Fahrzeug auf Lenkvorgaben reagiert. Unter dem Strich bedeutet dies: Die Gefahr, dass das Fahrzeug umkippt oder sich überschlägt, sinkt signifikant.

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