Die Niederländer kommen ...

Fiat Chrysler Automobiles: Neues Logo, Neuer Firmensitz

Neuer Firmensitz mit neuem Logo: Auswirkungen der Fusion von Fiat und Chrysler.
Neuer Firmensitz mit neuem Logo: Auswirkungen der Fusion von Fiat und Chrysler.

In Italien dürfte die Verlegung des Firmensitzes von Turin in die Niederlande ein Paukenschlag sein. Fiat - natürlich auch mit den Marken Lancia und Alfa Romeo - das ist eigentlich Italien pur. Und nun Holland?

So ist sie wohl, die globalisierte Welt. Nichts ist mehr heilig, auch in Italien. Und um es vorweg zu nehmen - auch um Fiat steht es insgesamt nicht so besonders. Mit der Übernahme von Chrysler hat man zudem auch einen guten Zugang zum Amerikanischen Markt.

Aus für Lancia - zumindest fast
Zeitgleich mit der Entscheidung über den Firmensitz fiel auch die Entscheidung des Rückzugs von Lancia von den europäischen Märkten. Lediglich in Italien soll es die Marke noch weiter geben. Ohnehin stammen die meisten Modelle von Lancia mittlerweile aus der Chrysler-Schiene. Der Thema ist der ehemalige Chrysler 300, der Voyager ist altbekannt und auch die Flavia lief zuvor bei Chrysler vom Band.

Im letzten Jahr konnte Lancia in Deutschland nur noch 1.600 Zulassungen (Quelle: KBA) verbuchen. Im Jahr 2001 konnte man auf diese Marke noch knapp 6.000 Zulassungen verbuchen.

Die letzten Lancia sollen hierzulande im Jahr 2016 verkauft werden. Danach gibt es in Deutschland nur noch den Service, der durch die FIAT-Händler erfolgen soll.

Wird Alfa Romeo folgen?
Auch bei der Marke Alfa wird es immer enger. Anfang des Jahrtausends konnte der Fiat-Konzern noch über 25.000 Alfas hierzulande absetzen; im Jahr 2013 waren es gerade noch mickrige 3.625 Fahrzeuge in einem extrem ausgedünnten Portfolio. Sowohl MiTo als auch die Guilietta kommen in Deutschland nicht an und der neue Alfa Romeo 4C ist nur ein Nischenmodell.

Wird das Markensterben Gewohnheit?
Mehr Modelle, mehr Markenvielfalt. Das hat über Jahrzehnte funktioniert. Mittlerweile kommt es allerdings zu einer großen Bereinigung. Den Anfang in diesem Jahrzehnt machte SAAB. Die Schweden mussten nach Insolvenz und vergeblicher Rettung die Produktion komplett einstellen. Es folgte Daihatsu mit dem Rückzug vom europäischen Markt.

Ende 2013 kündigte dann auch General Motors an, sich mit der Marke Chevrolet wieder vom europäischen Markt zurück zu ziehen und Opel bzw. Vauxhall das Feld zu überlassen.

Wir hoffen, dass die Bereinigung des Marktes hiermit ein Ende findet und der Umzug des Fiat-Chrysler Konzerns nicht nur einen weitereren Schritt im goßen Markensterben bedeutet.



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