Wiener Motorensymposium

Volkswagen zeigt Motorenfamilien zukünftiger Modelle

Anlässlich des 33. Internationalen Wiener Motorensymposium, zeigt Volkswagen wie durch Vereinheitlichung der Grundarchitektur von Otto- und Dieselmotoren das maximale Synergiepotenzial des Modularen Querbaukastens (MQB) genutzt werden kann. Darüber hinaus wird dem internationalen Fachpublikum ein aktueller Blick auf den elektrischen Antrieb des Golf Blue-e-Motion gegeben.

Das Entwicklungsziel des neuen TSI für den zukunftsweisenden Modularen Querbaukasten (MQB) war klar umrissen: Der kleine Ottomotor mit 1,2 und 1,4 Liter Hubraum soll weniger Kraftstoff verbrauchen, leichter und kompakter sein und Plattformvariabel eingesetzt werden. Darüber hinaus zukunftsfähig in Bezug auf alternative Kraftstoffe und neue Technologien. Das Ergebnis: bis zu 20g weniger CO2 -Emissionen/km, fast 1 Liter weniger Kraftstoffverbrauch; bis zu 30 Prozent weniger Gewicht; bis zu 18 Prozent verkürzte Baulänge und eine veränderte Einbaulage. Ein besonderes technisches Highlight stellt zudem das aktive Zylindermanagement (ACT) dar. ACT ermöglicht es, zwei der vier Zylinder bedarfsabhängig abzuschalten ohne dass der Fahrer hiervon etwas bemerkt, außer auf seiner Tankrechnung: Durch ACT sinkt der Kraftstoffverbrauch im NEFZ-Fahrzyklus um 0,4 l/ 100km (8 g CO2/ km). Insbesondere bei moderaten Geschwindigkeiten im städtischen Verkehr sowie über Land sind sogar Einsparungen zwischen 10 und 20 Prozent möglich. Ein Meilenstein in dieser Aggregate-Klasse.

Bei der Entwicklung der neuen modularen TDI-Motorengeneration wurde ebenso der Kraftstoffverbrauch minimiert, gleichzeitig aber die Leistungsentfaltung gesteigert. Darüber hinaus stand im besonderen Fokus, bereits heute zukünftige Abgasstandards weltweit erfüllen zu wollen. So konnten die Emissionen um bis zu 45 Prozent reduziert werden, während die Leistung um bis zu 16 Prozent und das Drehmoment um bis zu 26 Prozent erhöht wurden.

Beide Motorkonzepte bauen deutlich kompakter, so dass die Vorderachse grundsätzlich um 40 Millimeter nach vorne verlagert wurde. Dadurch können die vorderen Überhänge der zukünftig auf der MQB aufbauenden Fahrzeuge entsprechend verkürzt werden. Das führt zu einem besseren Crashverhalten, zu einem optimierten Package und größeren Gestaltungsmöglichkeiten im Exterieur Design.

Als Ergänzung zu den Verbrennungsmotoren präsentiert Volkswagen weitere Ideen zur Elektrifizierung des Antriebsstrangs: So wird der elektrische Antrieb des Golf Blue-e-Motion aus einer permanenterregten Synchronmaschine mit einer maximalen Leistung von 85 kW (Dauerleistung 50 kW) bestehen; Die abgeregelte Höchstgeschwindigkeit soll 135 km/h betragen. Mit einem Lithium-Ionen Batteriesystem, das über eine Kapazität von 26,5 kW/h verfügt, ist der elektrisch betriebene Golf somit in der Lage eine Reichweite von ca. 150 Kilometer zu erreichen.
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