Umsatzerlöse steigen um 5,0% auf 48.999 Mio. Euro

BMW Group erzielt 2006 erneut Umsatzrekord

München. Mit neuen Rekordwerten bei Absatz und Umsatz hat die BMW Group im vergangenen Jahr ihren Erfolgskurs fortgesetzt. Der Konzernumsatz kletterte im Vergleich zum Vorjahr um 5,0% auf 48.999 (Vj. 46.656) Mio. Euro. Im Segment Automobile erhöhten sich die Umsatzerlöse um 4,2% auf 47.767 (Vj. 45.861) Mio. Euro. Das Segment Motorräder verbuchte einen Umsatz von 1.265 (Vj. 1.223/+3,4%) Mio. Euro, die Umsatzerlöse bei den Finanzdienstleistungen legten um 17,8% auf 11.079 (Vj. 9.408) Mio. Euro zu.

Die Auslieferungen der Marken BMW, MINI und Rolls-Royce stiegen um 3,5% auf 1.373.970 (Vj. 1.327.992) Automobile. "Das Geschäftsjahr 2006 ist das bislang beste in der Unternehmensgeschichte. Wir haben mit einem neuen Rekordabsatz unsere Position als weltweit führender Premiumhersteller bestätigt", sagte der Vorsitzende des Vorstandes der BMW AG, Norbert Reithofer, am Freitag in München.

Ergebnisziel für 2006 unverändert

An seinem Ergebnisziel für das abgelaufene Geschäftsjahr hält das Unternehmen angesichts der positiven Geschäftsentwicklung fest. Durch den gestiegenen Absatz und interne Effizienzverbesserungen dürften bereits angekündigte Belastungen durch Währungseffekte und hohe Rohstoffpreise weitgehend ausgeglichen werden. "Wir sind weiterhin zuversichtlich, 2006 ein Rekordergebnis von 4 Mrd. Euro vor Steuern zu erreichen", erklärte Reithofer. Die BMW Group wird ihre Ergebniszahlen wie gewohnt im März veröffentlichen.

Neuer Absatzrekord für 2007 angestrebt

Im laufenden Jahr will das Unternehmen dank des starken Marken- und Produktportfolios weiter wachsen und insgesamt mehr als 1,4 Mio. Automobile absetzen. "Die BMW Group steuert 2007 erneut einen Absatzrekord an. Wir wollen im laufenden Jahr weiterhin die Nummer eins im Premiumsegment bleiben", unterstrich Reithofer. "Alle drei Marken werden bei den Auslieferungen voraussichtlich neue Bestmarken erzielen", fügte er hinzu.

Investitionen gestiegen

Die Investitionen des Unternehmens stiegen im vergangenen Jahr um 8,0% auf 4.313 (Vj. 3.993 Mio. Euro). Die gemäß IAS aktivierten Entwick¬lungskosten erhöhten sich angesichts gestiegener Vorleistungen für neue Modelle um 10,0% auf 1.536 (Vj. 1.396) Mio. Euro. Die Investitionen in Sachanlagen und Übrige immaterielle Vermögenswerte stiegen unter anderem im Zuge der Erweiterung des Produktionsnetzwerkes um 6,9% auf 2.777 (Vj. 2.597) Mio. Euro.

Zahl der Mitarbeiter knapp über Vorjahresniveau

Die Zahl der Mitarbeiter ist im vergangenen Jahr leicht gestiegen. Das Unternehmen beschäftigte Ende 2006 weltweit insgesamt 106.575
(Vj. 105.798) Mitarbeiter, was einem Plus von 0,7% entspricht. Die Zahl der Ausbildungsplätze lag stichtagsbezogen aufgrund teilweise vorgezogener Abschlussprüfungen mit 4.359 leicht unter dem Niveau des Vorjahres (4.464).

Marken BMW, MINI und Rolls-Royce 2006 jeweils Segmentführer

Im vergangenen Jahr waren alle drei Marken des Unternehmens - BMW, MINI und Rolls-Royce - in ihren jeweiligen Segmenten Marktführer.

Bei der Marke BMW stieg die Zahl der Auslieferungen um 5,2% auf 1.185.088
(Vj. 1.126.768) Fahrzeuge. Die mit Abstand meistverkaufte Modellreihe der BMW Group war im vergangenen Jahr erneut die BMW 3er-Reihe. Der Absatz der Modellreihe kletterte insgesamt um 17,1% auf 508.479 Einheiten (Vj.: 434.342). Damit entfallen auf den 3er 43% der Auslieferungen der Marke BMW. Den zweiten Platz belegt die 5er Reihe, die ihren Absatz auf 232.193 Automobile steigern konnte (Vj.: 228.389/+1,7%). Rang drei nimmt die 1er Reihe, die Ende Mai 2007 auch mit einer dreitürigen Variante in der Kompaktklasse an den Start geht, mit 151.918 Fahrzeugen ein (Vj.: 149.493/+1,6%). Es folgt der BMW X3 mit 114.000 Einheiten (Vj.: 110.719/+3,0%).

Der Absatz des BMW X5 ging wegen des Modellwechsels - der neue X5 wird seit November 2006 in den USA ausgeliefert - im vergangenen Jahr um 25,8% auf 75.321 Einheiten zurück (Vj.: 101.537). In der automobilen Oberklasse bestätigte die 7er Reihe mit 50.227 Auslieferungen (Vj.: 50.062/+0,3%) erneut ihre starke Position. Der Z4 liegt mit einem Absatz von 30.981 Fahrzeugen (Vj.: 28.808) um 7,5% über dem Niveau des Vorjahres. Von der BMW 6er Reihe wurden 21.947 Exemplare ausgeliefert (Vj.: 23.340/-6,0%).

Beim MINI führte die eingeschränkte Verfügbarkeit im Zuge der Kapazitätserweiterung im Werk Oxford zu einem Absatzrückgang um 6,2% auf 188.077 Fahrzeuge (Vj.: 200.428). Die zweite Generation des MINI ist am 18. November 2006 in den europäischen Märkten gestartet. Im laufenden Jahr dürften die Auslieferungen des MINI wieder deutlich zulegen und den bisherigen Höchstwert aus dem Jahr 2005 übertreffen.

Einen leichten Zuwachs konnte 2006 Rolls-Royce Motor Cars mit 805 ausgelieferten Phantom (Vj.: 796/+1,1%) verbuchen. Seit dem Marktstart der Marke Rolls-Royce unter dem Dach der BMW Group im Jahr 2003 konnte der Absatz damit zum dritten Mal in Folge gesteigert werden. Mit dem auf der Detroit Motor Show vorgestellten zweitürigen Cabriolet Phantom Drophead Coupé wird die Modellpalette von Rolls-Royce weiter ausgebaut. Die Produktion des Fahrzeugs wird im Sommer 2007 im Werk Goodwood beginnen.

2006 erstmals mehr als 100.000 Motorräder ausgeliefert

Das Motorrad-Geschäft entwickelte sich im vergangenen Jahr mit einem Absatz von erstmals mehr als 100.000 Motorrädern ebenfalls positiv. Die Auslieferungen stiegen um 2,7% auf 100.064 (Vj. 97.474) Einheiten.

Finanzdienstleistungen weiterhin auf Wachstumskurs

Im Geschäft mit Finanzdienstleistungen setzte die BMW Group auch im Jahr 2006 ihren Wachstumskurs fort. Das Volumen der Neu¬verträge im Kundengeschäft erreichte mit einem Zuwachs von 4,0% auf 24.449 Mio. Euro einen neuen Höchstwert (Vj. 23.507 Mio. Euro). Der Anteil der über das Segment finanzierten Neufahrzeuge der Marken BMW und MINI stieg auf 42,4% (Vj. 41,1%).
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