Werk Cleon

Renault investiert 308 Millionen Euro in Motoren- und Getriebebau

Für die Fertigung des neuen, hochmodernen 2.0 dCi-Dieselmotors und des ebenfalls neu entwickelten Sechsgang-Schaltgetriebes investiert Renault am Standort Cléon 308 Millionen Euro. Hiervon entfallen 250 Millionen Euro auf die Motorenproduktion und 58 Millionen Euro auf den Bau der Kraftübertragung. Triebwerk und Getriebe wurden in Kooperation mit dem Allianzpartner Nissan entwickelt und kommen in den Renault Modellen Mégane, Laguna, Espace und Vel Satis zum Einsatz.

Dieses Investment soll mit Hilfe modernster Produktionsmethoden höchste Qualität gewährleisten, um die Kunden vollständig zufrieden zu stellen. Außerdem dient der Betrag dazu, im Werk Cléon die Arbeitssicherheit weiter zu verbessern, die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten zu erleichtern und die Umwelt mehr zu schonen.

Zehn neue Fertigungsstraßen mit 1,2 Kilometern Länge
Die Investitionen umfassen unter anderem den Bau eines komplett neuen Werksabschnitts mit 6.800 Quadratmetern Fläche exklusiv für den Bau des 2.0 dCi-Triebwerks. Der Neubau enthält zehn Fertigungsstraßen mit insgesamt 1,2 Kilometern Länge. Vier Produktionslinien entstanden von Grund auf neu: je eine Straße für die Herstellung von Kurbelwelle und Motorblock sowie je eine Montage- und eine Prüfstandslinie. Drei weitere Fertigungsstraßen für Zylinderköpfe, Nockenwellen und Pleueln wurden aus bereits bestehenden, modern ausgerüsteten Anlagen neu zusammengestellt. Renault sparte dadurch bis zu 21 Millionen Euro pro Straße.

Die aktuelle Produktion in Cléon beträgt 1.000 Motoren pro Woche im Ein-Schicht-Betrieb. Langfristig plant der Automobilhersteller am Standort in der Normandie den Bau von bis zu 8.000 Triebwerken pro Woche, die – als weiteres Novum in dem 1958 eröffneten Werk – „just in time” gefertigt und an die Montagebänder geliefert werden.

Bis zu 5.000 neue Getriebe pro Woche
Darüber hinaus richtete Renault in Cléon vier neue Fertigungslinien für das neue Sechsganggetriebe ein. Hinzu kommen zwei neue Prüfstände im Wert von einer Million Euro. Die Fertigungskapazität beträgt 5.000 Getriebe pro Woche.

Hohe Produktqualität durch neue Verfahren
Zur Sicherung der hohen Produktqualität führte Renault in Cléon neben modernen Fertigungsanlagen das Produktionssystem SPR (Système de Production Renault) ein, das sich durch neue Verfahren auszeichnet. Maßgabe: Jeder Mitarbeiter muss jeden seiner Arbeitsschritte stets gleich bleibend ausführen, so dass das Ergebnis immer identisch ist. Abweichungen oder Schwankungen werden nicht toleriert. Allein in der Motorenfertigung wandte Renault daher rund eine Million Euro für Trainingsmaßnahmen auf. Die Schulungen werden kontinuierlich fortgesetzt.

Renault beschäftigt derzeit in Cléon 5.173 Mitarbeiter. 2005 fertigte das Werk 900.333 Getriebe und 771.126 Motoren. Das sind rund 30 Prozent der Antriebsstrang-Produktion des Unternehmens.

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