Diesel-Sportwagen

Überarbeiteter TDI im Audi TT

Smarte Power, souveräne Laufkultur und bahnbrechende Effizienz: Der Audi TT und der TT Roadster sind die weltweit ersten Sportwagen, die einen Dieselmotor als Antrieb nutzen. Der 2.0 TDI mit 125 kW (170 PS) stellt sich jetzt in einer neuen, intensiv überarbeiteten Version vor. Sein Anteil im TT ist seit seiner Markteinführung stetig gewachsen und beträgt aktuell über 11 Prozent. Damit setzt Audi erneut ein Zeichen. Nachdem die Marke den TDI im Cabriolet etabliert hat, gibt sie wieder einen neuen Maßstab vor.

Das für einen Diesel typische hohe Drehmoment von 350 Nm liegt zwischen 1.750 und 2.500 1/min an und verspricht hohen Fahrspaß, dabei markiert er beim Verbrauch den Bestwert im EU-Zyklus. Mit 5,3 Liter auf 100 km und einer CO2-Emission von 139 Gramm pro km setzt er Maßstäbe im Sportwagensegment.

Der Standardsprint von 7,5 Sekunden und die Höchstgeschwindigkeit von 226 km/h zeigen die starke Performance des TT Coupé 2.0 TDI quattro. Der permanente Allradantrieb und eine Sechsgang-Handschaltung sind Serie; die überwiegend aus Aluminium bestehende Karosserie trägt entscheidend zum niedrigen Gesamtgewicht von 1.370 Kilogramm bei.

Der langhubig konzipierte Diesel, der 1.968 cm3 Hubraum aufbietet, baut die Stärken seines Vorgängeraggregats weiter aus. Seine Verbesserungen betreffen zahlreiche Bereiche. Das Gesamtgewicht ging von 158 auf 154 Kilogramm zurück; die größten Einsparungen ergaben sich im Bereich des Zylinderkopfs, der aus einer Leichtmetalllegierung gegossen ist, während das Kurbelgehäuse aus Grauguss besteht.

Der Zahnriemen, der die beiden Nockenwellen und die Nebenaggregate antreibt, wurde schmaler; damit läuft er leiser und reibungsärmer. Die Wasserpumpe braucht weniger Antriebsenergie, die Ölpumpe arbeitet druckgeregelt und die Dichtringe der Kurbelwelle wurden auf leichten Lauf optimiert.

Die Hochdruckpumpe der Common Rail-Einspritzanlage baut bis zu 1.800 bar Systemdruck auf – der Kraftstoff wird durch Achtloch-Düsen hochpräzise in die Brennräume zerstäubt. Die Injektoren können pro Arbeitstakt bis zu sechs abgesetzte Einspritzungen realisieren, das macht das Geräuschbild noch ruhiger und sorgt für eine einwandfreie Regeneration des Partikelfilters. Zudem eliminieren zwei Ausgleichs­wellen, die mit doppelter Kurbelwellendrehzahl gegenläufig zueinander rotieren, die Massenkräfte zweiter Ordnung, die Bauart-bedingt im Kurbeltrieb entstehen.

Es wird eine neue Generation Turbolader eingesetzt. Dieser arbeitet mit verstellbaren Leitschaufeln, um das Drehmoment spontan aufzubauen. Das Saugrohr besteht aus leichtem Kunststoff. Gegenüber dem Vorgängermotor können durch den Einsatz einer zweiten Sitzdrallfase – diese führt zu einer Rotationsbewegung der Luft im Zylinder - im Zylinderkopf die Drallklappen entfallen und der Luftaufwand verbessert werden. Die acht Einlasskanäle, die Sitzdrallfasen und die Mulden in den Kolben versetzen die einströmende Luft in eine zielgerichtete Verwirbelung.

Das Ergebnis all dieser Maßnahmen ist eine exzellente Thermodynamik in den Brenn­räumen. Sie macht es möglich, den Vierzylinder-TDI mit einer sehr hohen Rate an rückgeführtem Abgas zu betreiben. Ein neuer, kompakt bauender Kühler senkt seine Temperatur stark ab - die kühlere Verbrennung senkt die Rohemission der Stickoxide in hohem Maße.
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