DTM Hockenheim

Bruno Spengler verliert Platz drei

DTM Hockenheim, Qualifying: Bruno Spengler, Daimler Chrysler Bank AMG Mercedes C-Klasse, Pole Position (copyright: Daimler Chrysler)
DTM Hockenheim, Qualifying: Bruno Spengler, Daimler Chrysler Bank AMG Mercedes C-Klasse, Pole Position (copyright: Daimler Chrysler)

Auch die weiteren Punkteränge gingen an die C-Klasse: Alexandros Margaritis (stern AMG Mercedes C-Klasse) kam mit dem 2006er Auto auf Platz vier vor Rookie Paul di Resta (JAWA4U.de AMG Mercedes C-Klasse), der nach zwischenzeitlich neun Führungsrunden mit einem 2005er Modell Sechster wurde. Jamie Green (Salzgitter AMG Mercedes C-Klasse) belegte Platz sechs vor Bernd Schneider (Original-Teile AMG Mercedes C-Klasse) und Gary Paffett (Laureus AMG Mercedes C-Klasse), Meister 2005. Mika Häkkinen (AMG Mercedes C-Klasse) kam auf Platz zehn. 101.000 Zuschauer erlebten die Saisonpremiere der DTM am Wochenende.


Hockenheim, 22.04.2007
Der Start: Nach einer heftigen Kollision in der dritten Kurve, der Einfahrt zur Parabolika, an der Tom Kristensen, Alexandre Premat, Adam Carroll und Susie Stoddart beteiligt waren, wurde das Rennen unterbrochen. Susie Stoddart (TV Spielfilm AMG Mercedes C-Klasse), die ohne eigene Schuld darin verwickelt wurde, schied mit stark beschädigtem Auto aus. Nach 30-minütiger Unterbrechung wurde das Rennen hinter dem Safety Car neu gestartet. Nach der dritten Runde führte Martin Tomczyk vor Bruno Spengler, Paul di Resta und Mattias Ekström.
Runde 5: Nach einem Verbremser von Tomczyk in der Spitzkehre übernahm Spengler die Führung vor di Resta. Daniel la Rosa war Fünfter vor Alexandros Margaritis; Mika Häkkinen fuhr auf Platz acht vor Bernd Schneider und Gary Paffett.

Runde 6: Erster Boxenstopp von Jamie Green. Runde 10: Schneider legte seinen ersten Boxenstopp ein, Mika Häkkinen folgte einen Umlauf später.

Runde 15: Als Spengler zu seinem ersten Pflichtstopp an die Box fuhr, kam Rookie di Resta zu seinen ersten Führungskilometern in der DTM. Eine Runde danach kam Schneider zu seinem zweiten Stopp.

Runde 17: Zweiter Stopp von Green.

Runde 21: Di Resta kam als Führender zu seinem ersten Boxenstopp herein, würgte aber beim Losfahren kurz den Motor ab. Er fiel auf Rang drei zurück.

Runde 22: Spengler, jetzt wieder vorn, fuhr als Führender zu seinem zweiten Stopp an die Box. Er beschleunigte 3.7 Sekunden hinter Mattias Ekström auf die Strecke, der ebenfalls bereits zweimal an den Box war.

Runde 25: Zweiter Boxenstopp von di Resta. Der Schotte fuhr als Siebter wieder auf die Strecke. Paffett kam einen Umlauf später als letzter Fahrer zum zweiten Stopp herein.

Ziel (Runde 27): Spengler wurde in der letzten Runde von Tomczyk überholt und fuhr 6.8 Sekunden hinter Sieger Ekström ins Ziel und wurde Dritter. La Rosa und Margaritis kamen mit der 2006er C-Klasse auf die Plätze vier und fünf vor di Resta. Green wurde Siebter vor Schneider und Paffett. Mika Häkkinen belegte Platz elf, Mathias Lauda fuhr auf Rang 14 ins Ziel.

Das DTM-Reglement sieht eine Rennlänge von 70 Minuten vor, gerechnet ab dem ersten Start. Durch die Unterbrechung zu Beginn legten die Fahrer 27 statt der ursprünglich vorgesehenen 37 Runden zurück.

Bruno Spengler, DaimlerChrysler Bank AMG Mercedes C-Klasse 2007, 14.: „Abgesehen vom Unfall in der Startrunde war es ein gutes Rennen. Ich bin froh, dass es Tom und Alexandre nach dem Unfall ordentlich geht. Nach meinem ersten Boxenstopp hing ich hinter anderen Autos fest und konnte nicht überholen, das hat entscheidende Zeit und den möglichen Sieg gekostet. In den letzten sechs Runden war meine Servolenkung ausgefallen. Es ist gut zu wissen, dass die neue C-Klasse auf Anhieb konkurrenzfähig ist. Die Zeitstrafe, die ich zwei Stunden nach Rennende erhielt, kostet mich sechs Punkte. Ich war und bin ein fairer Fahrer und nicht bekannt dafür, Konkurrenten anzurempeln. Vor diesem Hintergrund sechs Punkte nach einem Rennunfall aberkannt zu bekommen, tut doppelt weh – eine sehr, sehr harte Strafe. Aber umso mehr werde ich jetzt weiter kämpfen – mit fairen Mitteln, wie auch bisher.“

Daniel la Rosa, TrekStor AMG Mercedes C-Klasse 2006, Dritter: „Ich bin gut gestartet und das Rennen lief für mich sehr gut. Leider fiel am Ende meine Servolenkung aus. Der dritte Platz ist ein toller Saisoneinstand, über den ich mich sehr freue.“

Alexandros Margaritis, stern AMG Mercedes C-Klasse 2006, Vierter: „Nach dem Aufhängungsbruch im Warm-up heute morgen hätte ich nicht gedacht, dass ich im Rennen Vierter werde. Mein Team hat toll gearbeitet, um das Auto für das Rennen wieder zu reparieren. Danke dafür an alle.“


Paul di Resta, JAWA4U.de AMG Mercedes C-Klasse 2005, Fünfter: „Es ist toll, dass ich in meinem ersten DTM-Rennen so lange vorne dabei war, aber ich bin auch enttäuscht, dass ich am Ende noch so weit zurück gefallen bin.“

Jamie Green, Salzgitter AMG Mercedes C-Klasse 2007, Sechster: „Ich bin froh, dass ich drei Punkte geholt habe. Vom 13. Startplatz war das nicht einfach. Immerhin bin ich diesmal besser in die Saison gestartet als vor einem Jahr, als ich ausfiel.“

Bernd Schneider, Original-Teile AMG Mercedes C-Klasse 2007, Siebter: „Mein Start war nicht gut und habe zwei Plätze verloren. Mittlerweile liegen in der DTM alle so eng beieinander, dass es nicht möglich war, weiter als auf Platz sieben vorzufahren. Wenn man aufs Podium will, braucht man einen besseren Startplatz als Position neun.“

Gary Paffett, Laureus AMG Mercedes C-Klasse 2006, Achter: „Das Auto lief gut, aber es war schwierig, an den vielen Fahrern vor mir vorbei zu kommen. Nächstes Mal müssen wir uns im Qualifying verbessern, dann stimmt auch das Ergebnis.“

Mika Häkkinen, AMG Mercedes C-Klasse 2007, Zehnter: „Zuallererst hoffe ich, dass es Tom und Alexandre gut geht. Nach den vielversprechenden Tests und Trainings war es heute ein schwieriger Saisonstart. Dieses Wochenende habe ich bereits abgehakt, ich denke jetzt schon an Oschersleben. C you there.“

Mathias Lauda, Trilux AMG Mercedes C-Klasse 2006, 13.: „Ich bin enttäuscht. Nach dem Neustart hatte ich Vanina Ickx vor mir und verlor viel Zeit. Danach habe ich den Anschluss verpasst und konnte nicht mehr viel ausrichten.“

Susie Stoddart, TV Spielfilm AMG Mercedes C-Klasse 2005, durch Kollision ohne eigene Schuld in der ersten Runde ausgefallen: „Nach meinem guten Qualifying bin ich natürlich enttäuscht, dass ich so früh ausgefallen bin. Aber viel wichtiger ist, dass den anderen betroffenen Fahrern nichts Ernsthaftes passiert ist. Bei der Kollision hatte ich keine Chance, denn ich habe bei dem Qualm nichts gesehen und konnte nicht mehr rechtzeitig ausweichen.“


Norbert Haug, Mercedes-Benz Motorsportchef: „Am Wichtigsten ist, dass es Tom Kristensen und Alexandre Premat nach dem fürchterlichen Crash in der Startrunde jetzt ordentlich geht. Glückwunsch an Abt-Audi sowie Mattias Ekström und Martin Tomczyk zum Doppelsieg. Das heutige Rennen wurde stark von den Strategien geprägt. Der dritte Platz von Bruno Spengler ist natürlich kein Wunschresultat, besonders dann, wenn der Speed zum Siegen vorhanden ist. Wir werden jetzt noch härter arbeiten, um ab Rennen Nummer zwei in Oschersleben stets mit mehreren Autos ganz vorne dabei zu sein. Zwei Stunden nach dem Rennen haben die Sportkommissare entschieden, Bruno Platz drei abzuerkennen, weil er nach ihrer Ansicht einen „vermeidbaren Unfall“ mit Timo Scheider in der letzten Runde nicht vermieden hatte. Das bedeutet null statt sechs Punkte für Bruno. Aus meiner sportlichen Sicht eine überaus harte Strafe für einen Rennunfall. Das HWA-Team hat gegen dieses Urteil Berufung eingelegt.“
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