Zwischen Nürnberg und Mannheim

EnBW baut Schnellladepark in Öhringen an der A6

Ladesäulen der derzeit stärksten Leistungsklasse werden von EnBW in Öhringen an der A6 aufgestellt. © Bild: EnBW - Endre Culic
Ladesäulen der derzeit stärksten Leistungsklasse werden von EnBW in Öhringen an der A6 aufgestellt. © Bild: EnBW - Endre Culic

Mit dem E-Auto schnell über weite Strecken? Dafür brauchts eine gute Ladeinfrastruktur. Und dafür gibt es jetzt einen weiteren Schnellladepark von EnBW auf der Autobahn A6 an der Ausfahrt Öhringen. Solardach für den Park ist selbstverständlich inklusive. Die Ladegeschwindigkeit der neuen Schnellladesäulen wird bis zu 400 kW betragen. Mehr geht im PKW-Bereich derzeit nicht.

Die EnBW hat mit dem Bau eines weiteren großen Schnellladeparks für E-Autos begonnen. Er befindet sich in Autobahnnähe an der A6 bei Öhringen, etwa auf halber Strecke zwischen Nürnberg und Mannheim. Reisende können von dort mit einer Ladung ohne weitere Zwischenstopps bis Frankreich oder Tschechien fahren. Als Ausweichroute ist die A6 zudem auch für Reisende aus dem Norden ins Allgäu oft willkommen.


Ab Herbst dieses Jahres stehen für E-Autos in Öhringen 16 neue Schnellladepunkte der höchsten Leistungsklasse mit bis zu 400 Kilowatt zur Verfügung. Das ermöglicht das Laden von bis zu 400 km Reichweite in nur 15 Minuten, wenn man alleine an der Zapfsäule steht. Ansonsten werden die 400 kW bestmöglich zwischen den beiden Autos aufgeteilt. Der Standort ist damit bereits für die Zukunft ausgestattet, wenn immer mehr Fahrzeuge künftig auch mit dieser hohen Leistung laden können. Derzeit liegen Autos wie zum Beispiel der neue Audi A6 Avant e-tron und ähnliche Fahrzeuge bei einer maximalen Ladeleistung von knapp 300 kW. Bereits diese Fahrzeuge werden die Säulen also schon ordentlich fordern.

Das Energieunternehmen errichtet an seinem Ladepark in Öhringen zudem ein Solardach. Es schützt Autofahrer vor Witterung und versorgt den Standort mit vor Ort erzeugter Solarenergie. Zusätzlich benötigter Strom für den Betrieb des Ladeparks stammt wie an allen Ladestandorten der EnBW zu 100 Prozent aus Ökostrom.

„E-Autos sind gleichzeitig klimafreundlich und energieeffizient. Das macht die E-Mobilität zum wichtigsten Hebel bei der dringend benötigten CO?-Reduktion im Verkehrssektor“, wie Jürgen Stein, Chief Innovation & New Business Officer der EnBW, erklärt. „Dieses Ziel unterstützen wir als Betreiber des größten Schnellladenetzes Deutschlands nach Kräften. Unser neuer überdachter Ladepark in Öhringen ist dafür ein zentraler Baustein für das schnelle Zwischenladen auf längeren Fahrten.“


Schnellladen im Fokus – auch im Alltag

Die EnBW betreibt bundesweit mehr als 5.000 Schnellladepunkte im sogenannten EnBW HyperNetz. Bis 2030 möchte sie diese Zahl auf etwa 30.000 versechsfachen, wofür sie jedes Jahr rund 200 Millionen Euro investiert. EnBW-Schnellladepunkte entstehen nicht nur entlang von Fernstraßen. Denn Autos laden dort, wo sie stehen. Autofahrer*innen nutzen im Alltag das Schnellladeangebot beim Handel oder in Städten. Während ihres Einkaufs oder sonstiger Besorgungen laden sie bequem genug Reichweite für die kommenden Fahrten oder bis zum nächsten Einkauf. Der Weg zur Tankstelle entfällt. Ein Beispiel dafür ist das Einkaufszentrum „Ö-Center“ unweit des neuen EnBW-Ladeparks in Öhringen: Dort stehen Kund*innen mehrere Schnellladepunkte der EnBW und eines anderen Betreibers zur Verfügung.

Fakten zum neuen EnBW-Schnellladepark Öhringen auf einen Blick
  • 16 HPC-Ladepunkte (Englisch für High Power Charging) mit bis zu 400 kW Leistung
  • Solardach mit ca. 19 kWp
  • Anbindung an A6 (Anschlussstelle Öhringen)
  • Gastronomie in direkter Nähe
  • Link zu Google Maps: maps.app.goo.gl/CXAuvhKGzJYBAzWN8
  • Voraussichtliche Inbetriebnahme: Herbst 2024
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