29% der Zulassungen im Juli 2026 entfallen auf vollelektrische PKW. Bild: angurten.deSatte 29% der Erstzulassungen im Juli 2026 entfielen auf rein elektrische Fahrzeuge. Das ist einer der Anteile, die bislang erreicht wurden und zeigt deutlich den derzeitigen Trend zur E-Mobilität.
Fast 79.000 Fahrzeugein einer Zahl ausgedrückt, macht das 78.609 Fahrzeuge mit reinem Batterieantrieb. Dieser Wert wurde lediglich in zwei Monaten übertroffen, die allesamt mit dem Auslaufen von E-Förderungen zu tun hatten. Im Dezember 2022 wurden 33% Elektroautos und im August 2023 fast 32% anteilig zugelassen.
Zeitgleich mit diesem einzelnen Top-Wert ist das Jahr 2026 bislang das erste Jahr, in dem der Anteil der E-Autos konsequent über 20 Prozent liegt. Wir gehen davon aus, dass bereits Ende September 2026 die Anzahl aus dem Jahr 2025 mit dem bisherigen Rekord von 545.142 Zulassungen reiner E-Autos überschritten wird. Somit könnten wir im aktuellen Jahr auf Zulassungen von etwa 750.000 Fahrzeugen hinauslaufen.
Die Platzhirsche wandeln sichZeitgleich mit der Steigerung der Auslieferungen wandeln sich aber auch die Player im Markt. So spielt der ehemals unangefochtene Marktführer Tesla hierzulande mittlerweile eher eine eher untergeordnete Rolle. Aufstrebend sind hingegen Hersteller wie Leapmotor, BYD oder auch MG. Ebenso tut sich bei den deutschen Herstellern einiges wie zum Beispiel jüngst bei
VW mit dem ID. Polo oder bei
BMW mit iX5,
i3 und
iX3.
Die kommende Schadstoffnorm Euro7 wird zusätzlich dazu beitragen, dass vor allem kleine Elektroautos preislich nicht mehr oder noch einmal deutlich weniger über ihren Verbrenner-Alternativen liegen.
Absolut alltagstauglichFür die meisten Anwendungen ist ein Elektroauto mittlerweile in jedem Fall vollkommen alltagstauglich. Das zweifeln immer weniger Käufer an. Und mit derzeit stetig steigenden Spritpreisen hat man dann auch nichts mehr zu tun. Die Ladeinfrastruktur ist bereits recht vernünftig und man kann mit Ladeleistungen bis zu 300 kW in der Fläche eigentlich meistens rechnen.
Insbesondere ein Problem auf dem Land ist derzeit eher herbeigeredet als real existent, denn dort haben prozentual deutlich mehr Menschen die Möglichkeit, das Fahrzeug mit ihrer eigenen Photovoltaikanlage auf dem Dach des Eigenheims zu laden, als in Großstädten wie zum Beispiel Köln oder München. Immer mehr Supermärkte oder Discounter bieten zudem auch Schnelllade-Infrastruktur für die Zeit während des Einkaufs an. Und Schnellladeparks entlang der Autobahnen sprießen derzeit wie Pilze aus dem Boden.
Wir freuen uns also auf weitere Rekorde, spannende Technologien und eine rasante Entwicklung, die auch den Verkehrssektor auf den Weg der Klimaneutralität bringen kann.