Shortfacts
Baujahr: 2026 -
Nachfolger: k.A.
Der neue Audi RS 5 - erstmals als Plug-in-Hybrid (02/2026)Der RS 5 ist das erste Modell von Audi Sport mit Plug-in-Hybridantrieb. Das Antriebssystem basiert auf einem hybridisierten, modular aufgebauten Triebstrang. Zu den zentralen Komponenten zählen ein umfassend weiterentwickelter 2,9-Liter-V6-TFSI-Biturbomotor, eine 130 kW starke Elektromaschine, die in das Achtganggetriebe integriert ist, sowie ein neu entwickeltes Hinterachsgetriebe.
Dieses Hinterachsgetriebe ermöglicht ein elektromechanisches Torque Vectoring an der Hinterachse, bei dem das Antriebsmoment besonders schnell und präzise zwischen den Rädern verteilt wird. Ziel dieser Maßnahme ist eine Verbesserung der Fahrdynamik.
Der knapp Dreiliter V6 des neuen Audi RS 5 Avant (02/2026)Der weiterentwickelte 2,9-Liter-V6-TFSI im RS 5 ist Bestandteil des Antriebspakets und leistet 375 kW (510 PS). Damit übertrifft er die Leistung des Vorgängermodells um 44 kW. Audi Sport gibt an, diese Steigerung durch eine leistungsoptimierte Weiterentwicklung des Motors erzielt zu haben.
Im RS 5 kommt ein modifiziertes Miller-Brennverfahren zum Einsatz, das insbesondere im Teillastbetrieb Effizienzvorteile bieten soll. Charakteristisch für den Miller-Zyklus ist ein frühes Schließen der Einlassventile, wodurch der Wirkungsgrad des Verbrennungsmotors erhöht wird.
Die vorläufig angegebenen Verbrauchs- und Emissionswerte nach WLTP betragen gewichtet kombiniert 4,5–3,8 l/100 km Kraftstoff sowie 18,7–17,7 kWh/100 km Strom. Die CO?-Emissionen liegen bei 102–86 g/km (CO?-Klasse C–B). Bei entladener Batterie wird ein kombinierter Kraftstoffverbrauch von 10,2–9,5 l/100 km angegeben (CO?-Klasse G).
Deutlich mehr als der Vorgänger RS 4 Avant (02/2026)Vergleicht man die Systemleistung des bisherigen RS 4 Avant mit der neuen RS 5 Limousine, kommt ein sattes Leistungsplus von fast 200 PS auf dem Papier zum Vorschein. Das ist natürlich vorwiegend dem Plug-in-Hybrid geschuldet, der den meisten Zuwachs bringt. Mit dem reinen Verbrenner sind es „nur“ 60 PS mehr. Allerdings musste früher - zum Beispiel im Audi 80 B3 das ganze Fahrzeug mit solchen Daten auskommen. 40 kW leistete damals der kleine Diesel. Wer jetzt die maximale Leistung von 639 PS bei der RS 5 Limousine ausfahren will, der muss den Stecker dann und wann mal zum Laden in die Dose stecken oder aber im Lademodus durch die Gegend fahren.
Die angegebenen Verbrauchswerte jedenfalls halten wir für absolut unrealistisch, denn wahrscheinlich werden die meisten Käufer eines RS 5 das Fahrzeug so gut wie nie in den entsprechenden Grenzen fahren.
Details des Motors (02/2026)Das Aufladesystem mit zwei Abgasturboladern und variabler Turbinengeometrie sowie eine auf hohen Ladedruck ausgelegte, druckverlustarme Ladeluftführung sollen ein direktes Ansprechverhalten sowie einen Leistungs- und Drehmomentzuwachs im Zusammenspiel mit der 130 kW starken Elektromaschine ermöglichen. Darüber hinaus wurde das Einspritzsystem überarbeitet: Der Kraftstoff wird nun unter höherem Druck präziser eingespritzt, was laut Hersteller Effizienz und Leistung erhöhen und gleichzeitig die Emissionen reduzieren soll.
Eine neu konzipierte Luftansaugung unterstützt den Verbrennungsprozess. Strömungsoptimierte, kurz gehaltene Ansaugwege mit geringer Drosselwirkung sollen das Ansprechverhalten verbessern. Erstmals eingesetzte wassergekühlte Ladeluftkühler tragen dazu bei, die Ansauglufttemperatur auch unter hoher Last niedrig zu halten. Dadurch soll die Motorleistung stabil und unmittelbar verfügbar bleiben.
Der Elektromotor im Audi RS 5 (02/2026)Audi positioniert den RS 5 hinsichtlich Leistungs- und Verbrauchswerten als besonders effizientes und zugleich leistungsstarkes Modell innerhalb seines Segments. Die Elektromaschine trägt zu einem spontanen Ansprechverhalten und einem kraftvollen Anfahren bei. Der Motorstart erfolgt rein elektrisch, sodass kein konventioneller 12-Volt-Anlasser erforderlich ist.
Die Elektromaschine bildet zusammen mit dem 400-Volt-System und einer Hochvoltbatterie mit 25,9 kWh Brutto- (22 kWh Netto-) Energieinhalt die Grundlage für den elektrischen Fahranteil. Sie ermöglicht unter anderem eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 3,6 Sekunden. In Verbindung mit dem Allradantrieb quattro und Dynamic Torque Control ist das System zudem an der Momentenverteilung des elektromechanischen Torque Vectoring beteiligt. Die rein elektrische Reichweite wird mit bis zu 84 Kilometern nach EAER sowie bis zu 87 Kilometern im Stadtzyklus (EAER City) angegeben.
Die für den RS 5 entwickelte Elektromaschine ist als Außenläufer ausgeführt, bei dem der Rotor außen um den feststehenden Stator rotiert. Diese Bauweise vergrößert die wirksame Interaktionsfläche zwischen Rotor und Stator und ermöglicht dadurch ein hohes Drehmoment, eine verbesserte Kühlung sowie einen gesteigerten Wirkungsgrad.
Im Fahrbetrieb deckt der elektrische Antrieb ein breites Spektrum ab — vom rein elektrischen Fahren bei niedriger Geräuschentwicklung bis zur Unterstützung bei hoher Leistungsanforderung, etwa in dynamischen Fahrsituationen. Auch im vollelektrischen Modus soll der Charakter des RS 5 erhalten bleiben.