Saison 2006

Porsche Carrera Cup Deutschland

Mit einem neuen Rennsportwagen und einem starken Starterfeld präsentiert sich der Porsche Carrera Cup Deutschland für die Saison 2006.

Der neue Porsche 911 GT3 Cup ist mit 400 PS der stärkste 911 in der 16jährigen Geschichte des Markenpokals. Dank der erhöhten Motorleistung und einer ausgefeilten Aerodynamik, die auf der Karosserie des aktuellen 911 (Typ 997) aufgebaut ist, sowie durch ein sequentielles Sechsgang-Getriebe hat dieser 911 GT3 Cup das Potenzial, auf sämtlichen Strecken neue Rekorde zu ermöglichen.

Wegen der großen weltweiten Nachfrage baute Porsche im Winter 195 Einheiten des jüngsten 911 für die Markenpokale – mehr als je zuvor für eine Rennsaison. Die Fahrzeuge entstanden erstmals auf den Produktionslinien im Stammwerk Stuttgart-Zuffenhausen.

Auf der Reifenseite lässt ein Novum im Reglement mehr Runden am Limit zu: 2006 stehen jedem Fahrer pro Wochenende für das Qualifikationstraining und das Rennen insgesamt zwei Sätze frischer Michelin-Slicks zur Verfügung. Bisher mussten die Piloten mit drei neuen Slicks pro Achse und Wochenende auskommen.

Unverändert bleiben die Eckpfeiler des Regelwerks: Alle 911 GT3 Cup sind technisch identisch, wobei die Teams und ihre Fahrer zahlreiche Möglichkeiten haben, durch die Justierung von Heckflügel und Spoilern, Spur, Sturz, Querstabilisatoren, Reifendruck und Tankbefüllung das Fahrverhalten der Porsche auf die Streckenverhältnisse abzustimmen. Gestartet werden die Rennen in Formel 1-Manier und gehen über die Sprintdistanz von rund 80 Kilometern. Alle neun Läufe zählen zur Meisterschafts-Wertung.

Die Porsche-Rennen gelten als äußerst anspruchsvoll: Wer sich hier durchsetzt hat alles, was einen Spitzenfahrer auszeichnet. Das wissen auch die Teamchefs von Top-Tourenwagen- und Sportwagen-Rennserien, wie ein Blick in die Lebensläufe der dortigen Piloten bestätigt.

Entsprechend groß ist das Interesse der jungen Fahrer: Vizemeister Nicolas Armindo aus Frankreich will mit 24 Jahren seinen ersten Porsche-Titel gewinnen. Dirk Werner (Kissenbrück) gewann im Porsche-Michelin-Supercup bereits Rennen und ist auch hier immer für Siege gut. Jan Seyffarth (Querfurt) und Lance David Arnold (Duisburg), beide 19 Jahre alt, starten in ihre zweite Saison als UPS Porsche-Junioren, wobei Porsche das Team in die Hände des erfahrenen Motorsport-Routiniers Olaf Manthey gegeben hat. Lance David Arnold war 2005 der schnellste Rookie im Porsche 911 GT3 Cup. Chris Mamerow (Waltrop) zählt 21 Jahre, bestreitet aber schon die dritte Saison im Carrera Cup. Der gleichaltrige Dominik Farnbacher (Lichtenau) gewann 2005 die GT-Klasse beim 24-Stunden-Rennen in Daytona und will hier beweisen, dass er auch ein exzellenter Sprinter ist.

Hannes Plesse (Hodenhagen) sammelte vier Jahre lang in Cups Erfahrung, bevor der 22jährige für 2006 zum tolimit-Motorsport-Team kam und den Einstieg in den Porsche-Markenpokal wagt. Aus dem Renault Clio Cup kommt der 19jährige Philipp Wlazik (Gladbeck), der in einem 911 GT3 Cup des profilierten Teams Land-Motorsport-PZ-Koblenz startet. Timm Sandmeyer (23, Oberndorf) vertraut auf die Routine seines Teamchefs und Fahrerkollegen Manfred Ahlden (43, Walsrode). Beide sind erstmals für Ahlden-Motorsport dabei.

Die jungen Herausforderer treffen auf ebenso routinierte wie erfahrene Tourenwagen- und GT-Spezialisten. Der amtierende Meister Christian Menzel (Kelberg) will 2006 den jungen Fahrern Paroli bieten. Uwe Alzen (Betzdorf) war schon 1992 Meister im Carrera Cup und kehrt als einer der profiliertesten GT-Piloten jetzt zurück. Ein Wiedersehen gibt es auch mit Bernd Mayländer (Schorndorf). Der Meister von 1994 und jetzige Formel 1 Safety Car-Pilot sitzt im Wechsel mit dem Bob-Ass Christoph Langen (Berchtesgaden) in einem von Axel Plankenhorn eingesetzten Porsche. Der Amerikaner Ian Baas gewann im Frühjahr die GT-Klasse beim 24-Stunden-Rennen von Daytona. Duncan Huisman (Niederlande) war viermal Tourenwagen-Meister seines Heimatlandes. Dietmar Haggenmüller (Memmingen) und Arkin Aka (Hannover) sind seit langem im Porsche-Kundenmotorsport aktiv.

Auch 2006 setzen der Carrera Cup Deutschland und die DTM ihre enge Kooperation fort. Bei neun DTM-Läufen ist Porsche zu Gast: sechs Rennen in Deutschland sowie die Auslandsauftritte in Zandvoort (Niederlande), Barcelona (Spanien) und Le Mans (Frankreich). Lediglich im britischen Brands Hatch ist Porsche nicht am Start, da am selben Wochenende viele Teams beim Porsche-Michelin-Supercup in Indianapolis (USA) teilnehmen.

Der Carrera Cup Deutschland war der erste Markenpokal, den Porsche für seriennahe Rennsportwagen auf Basis des 911 ausschrieb. 1990 gewann Olaf Manthey die erste Meisterschaft. Die Idee und das Reglement erweisen sich inzwischen als überaus erfolgreich. 12 Porsche-Markenpokale mit Rennen in 31 Ländern finden 2006 nach dem Vorbild dieses Originals statt.

2006 markiert für den Porsche-Motorsport und zwei langjährige Partner ein besonderes Jahr. Mobil 1 und Porsche blicken auf eine zehnjährige, erfolgreiche Kooperation zurück. Hazet trägt als offizieller Ausrüster ebenfalls seit 1996 zu den Erfolgen von Porsche-Sportwagen auf den Rennstrecken rund um den Globus bei.

Der Rennkalender

09.04. Hockenheimring Baden Württemberg
30.04. Eurospeedway Lausitz
21.05. Motorsport Arena Oschersleben
23.07. Norisring Nürnberg
20.08. Nürburgring
03.09. Circuit Park Zandvoort (Niederlande)
24.09. Circuit de Catalunya, Barcelona (Spanien)
15.10. Le Mans (Frankreich)
29.10. Hockenheimring Baden Württemberg
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