Benzin-Direkteinspritzung

Home > Serviceseiten > Motor > Benzin-Direkteinspritzung
Die Direkteinspritzung ist die moderne Form der Aufbereitung des Verbrennungsgemischs in Automotoren. Die meisten der heute produzierten Motoren arbeiten nach diesem Prinzip, da es deutlich präziser arbeitet als eine vorgelagerte Gemischaufbereitung.

Allerdings stellt das Verfahren auch eine Menge Anforderungen an die verwendete Technik. Es wird mit hohen Einspritzdrücken gearbeitet und vor allem auch die Form und Präzision der Einspritzdüse ist absolutes High-Tech.

Zunächst kam die Direkteinspritzung bei Dieselmotoren zum Einsatz. Die Einspritzung ist hier aufgrund der fehlenden Zündkerze etwas einfacher zu konstruieren. Seit etwa 2005 setzt sich die Technik aber auch mehr und mehr im Bereich der Benzinmotoren durch.

Common Rail Einspritzung
Die meisten Direkteinspritzer arbeiten heute nach dem Common Rail (= gemeinsame Schiene) Prinzip. Hierbei erzeugt eine einzelne Hochdruckpumpe den erforderlichen Einspritzdruck, der bei Dieselmotoren derzeit bis zu 2.800 bar beträgt. An dieser gemeinsamen Hochdruckleitung hängen dann die Einspritzdüsen für alle Zylinder des Motors.

Pumpe/Düse Prinzip
VW verfolgte lange Zeit das Prinzip der Pumpe/Düse Kombination, bei dem für jede Einspritzdüse eine eigene Pumpe eingesetzt wurde. Bei einem Vierzylindermotor wurden also vier Einspritzpumpen eingebaut. Mit stetig steigenden Einspritzdrücken und entsprechenden Kostensteigerungen für jede einzelne Pumpe wurde dieses Konzept allerdings zu Gunsten der Common Rail Technik aufgegeben. Ferner kann man noch dazu sagen, dass die Pumpe/Düse Technik auch fehleranfälliger war.

Chrakteristisches Nageln
Einen Ottomotor mit Direkteinspritzung kann man beinahe für einen leisen Dieselmotor halten. Während bei einer indirekten Gemischeinspritzung mittels Vorkammer- oder Wirbelkammertechnik der Kraftstoff komplett verdampft ist, gibt es bei Direkteinspritzern zu Beginn des Verbrennungsprozesses immer noch eine Tröpfchenbildung. Diese führen dazu, dass der Druck im Zylinder sprunghafter ansteigt als bei einem vorbereiteten Gemisch. Der Motor wird also lauter und gelegentlich laufen die Motoren auch etwas unrunder.

Geschichte der Direkteinspritzung im Ottomotor
Die ersten Versuche zur direkten Einspritzung von Benzin wurden bereits in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts durchgeführt. So entwickelte zum Beispiel die Flugzeugfirma Junkers zusammen mit Daimler-Benz und Bosch gemeinsam ein System für einen Flugmotor (BMW VI). Ab 1937 war der Flugmotor Jumo 210 G der erste in Serie produzierte Direkteinspritzer.

Im PKW-Bereich kam die Direkteinspritzung zunächst in Rennwagen wie zum Beispiel dem Mercedes 300 SLR zum Einsatz. Diese Einsätze in den 50er Jahren waren aber Einzelfälle.

In Großserie wurde die Direkteinspritzung erst von Mitsubishi im Jahre 1997 im Carisma verwendet. Es folgten Renault IDE und VW mit dem FSI Konzept in den Jahren 1999 bzw. 2000.

Zufällige Bilder aus unserer Bildgalerie:

Hyundai ix20 - Cockpit
Hyundai ix20 - Cockpit
Fiat Freemont
Fiat Freemont
Citroen C1 (2013) - Bild 4
Citroen C1 (2013) - Bild 4
Nissan GT-R - Bild 8
Nissan GT-R - Bild 8
 
Padborg Park
Das Feeling auf einer Rennstrecke... - Foto: pixabay.com
Wer aus Norddeutschland kommt und Streckenzeit sucht, schaut zunehmend nach Dänemark, weil Anreise, Streckenbetrieb und Trainingsangebote dort oft überraschend unkompliziert zusammenpassen. Besonders ... mehr ...
 
Materialvergleich und Praxistipps
Zurrgurt liegt unter Spannung direkt auf einer scharfen Metallkante ohne Schutz. - Foto: pexels

Kantenschutz bei der Ladungssicherung: Warum er unverzichtbar ist

Ein Transporter voller Möbel, Maschinenteile oder Paletten mit Metallprofilen – und mittendrin ein Zurrgurt, der nach wenigen ... mehr ...
 
Nachhaltig unterwegs
Foto von Andersen EV auf Unsplash

Wer sein E-Auto zu Hause lädt

Wer sein E-Auto zu Hause mit selbst erzeugtem Solarstrom lädt, zahlt pro Kilowattstunde in aller Regel deutlich weniger als an einer öffentlichen Ladesäule. Ein ... mehr ...
 
Neue Bildgalerien

Premiere des VW ID. Cross
Etwas höher und länger als der ID. Polo: Das ist der neue VW ID. Cross. Also das Pendant zum T-Cross.

Neuer Audi A6 allroad
Ein Jahr nach der Premiere des neuen Audi A6 haben die Ingolstädter nun auch den A6 allroad vorgestellt. Voll breit.

BMW 7er Facelift 2026
Im Sommer 2026 gibt es ein Facelift und Upgrade für den BMW 7er

Erstmals: BMW iX5
In der BMW X5-Reihe gibt es in der neuen Generation erstmals einen iX5

Der neue BMW X5 (2027, G65)
Der neue BMW X5 kommt als drittes Modell der „Neuen Klasse“. Die Lichtsignatur ist gewöhnungsbedürftig.

Upgrade für den Audi A3 Sportback
Zu guter Letzt noch die Bildgalerie zum Upgrade des A3 Sportback: Auch hier finden die Änderungen innen statt.

Upgrade für die Audi A3 Limousine
Audi die Limousine des Audi A3 wird beim Upgrade im Sommer 2026 nur innerlich verändert.

Upgrade für den Audi A3 allstreet
Äußerlich unverändert, aber mit deutlich verändertem Innenraum geht der Audi A3 allstreet ins neue Modelljahr.

Upgrade für den Audi A3 allstreet
Äußerlich unverändert, aber mit deutlich verändertem Innenraum geht der Audi A3 allstreet ins neue Modelljahr.
 
© Dynamic Works Software & Technology GmbH • 2026