E-Auto laden mit Solarstrom

Strom sparen trotz Elektroauto – die ultimativen Stromspartipps

Kindel Media auf Pexels

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Wie kann ich Strom sparen? Diese Frage beschäftigte im letzten Jahr viele deutsche Bürger und auch im neuen Jahr ist sie präsenter denn je. Es ist nicht nur interessant zu wissen, wie wir unseren Stromverbrauch senken können – eigenen Strom zu produzieren wird ebenfalls immer relevanter. Wir wollen nicht mehr abhängig von Zulieferern sein und uns in der Not selbst versorgen können.

Wie das gelingt, zeigen wir in diesem Artikel.

1. Eigenes Balkonkraftwerk installieren


Lange Zeit waren Solaranlagen die einzige Möglichkeit, zu Hause Strom zu erzeugen. Leider sind die großen Anlagen aufgrund der hohen Anschaffungskosten für viele nicht realisierbar. Für Mieter und Wohnungsbesitzer gab es ebenfalls keine Option, eigene Energie zu produzieren. Das ändert sich ab sofort, denn wir haben die perfekte Lösung: das Balkonkraftwerk.

Das Balkonkraftwerk ist eine Art Mini-Solaranlage. Sie wurden darauf ausgelegt, auf kleinsten Raum Strom zu produzieren. Zudem sind sie bedeutend günstiger in der Anschaffung.

Ein Elektroauto lässt sich damit nicht aufladen, allerdings kann das Balkonkraftwerk problemlos den anfallenden Stand-by-Strom decken. Dazu gehört etwa das Betreiben elektrischer Geräte, die nicht vollständig ausgeschaltet werden können. An sonnigen Tagen lässt sich zudem das Home-Office mit Computer, Bildschirm und Drucker betreiben. Das spart bereits einiges an Strom und schont Geldbeutel und Umwelt.

Möchten Sie wissen, wie genau ein Balkonkraftwerk funktioniert? Dann können Sie hier mehr erfahren. Als Mieter müssen Sie die Anschaffung und Installation vorher mit Ihrem Vermieter abklären.

2. Der Klassiker: die Solaranlage


Wie bereits erwähnt, ist die Anschaffung einer Solaranlage für viele Menschen nicht realistisch oder sinnvoll. Es dauert etwa 10 bis 15 Jahre, bis sich eine Solaranlage amortisiert – also, bis die angefallenen Kosten getilgt sind und man Erträge mit der Photovoltaikanlage erwirtschaften kann. In Deutschland schwanken die Erträge ebenfalls stark, denn im Winter gibt es oftmals nicht ausreichend Tageslicht, um nennenswerte Gewinne zu erzielen.

Dennoch ist eine Solaranlage sinnvoll für jeden, dessen Dach optimal ausgerichtet ist und der plant, sein Eigenheim auf lange Sicht umweltfreundlicher und nachhaltiger zu gestalten. Zudem sind die Preise in den letzten Jahren enorm gesunken, da die Anlagen immer gefragter und die Technologien massentauglicher gemacht werden. Ein Elektroauto lässt sich vollständig mit Solarstrom laden. Idealerweise haben Sie dafür einen Batteriespeicher, ansonsten kann der Solarstrom nur in dem Moment genutzt werden, in dem er produziert wird.

3. Zu Hause laden oder auswärts tanken?


Ist es eigentlich günstiger, das Auto zu Hause aufzuladen oder an es an einer Ladestation abzustellen? Da man beim Laden zu Hause den normalen Stromtarif nutzt, ist das in der Regel die günstigere Option. Allerdings unterscheidet man dabei zwischen der Wallbox und der Steckdose. Das Laden an der Steckdose scheint auf den ersten Blick günstiger, da man sich das Geld für eine Wallbox spart, jedoch kostet das Laden an der Steckdose bis zu 30 Prozent mehr Strom. Am günstigsten fährt man also mit einer Wallbox.

Öffentliche Ladestationen sollten nur genutzt werden, wenn es keine andere Möglichkeit gibt. Übrigens können Sie sich aktuell beim Kauf eines Elektroautos einen Bonus von der Bundesregierung sichern – den sogenannten Umweltbonus.

4. Öfter auf das Fahrrad steigen


Am meisten Strom spart man, wenn man keinen verbraucht. Noch günstiger als das E-Auto ist das Fahrrad. Mit einem Fahrrad ohne Elektromotor fallen für Sie überhaupt keine Kosten an, doch selbst das E-Bike ist um einiges günstiger als der Pkw. Falls möglich, sollten Sie dieses Jahr öfter auf den Drahtesel steigen. Das schont nicht nur Geldbeutel und Umwelt, sondern ist gleichzeitig gut für Ihre Gesundheit.

Für Berufspendler ist ein E-Bike die ideale Alternative zum Autofahren, denn man kommt schnell voran und umgeht den Berufsverkehr. Einige Unternehmen fördern die Gesundheit ihrer Arbeitnehmer, indem sie Diensträder zur Verfügung stellen oder die Anschaffung eines E-Bikes unterstützen. Dadurch verbessern Firmen ihr Image als nachhaltiges Unternehmen und sichern sich gesündere Mitarbeiter. Informieren Sie sich dafür am besten bei Ihrem Arbeitgeber.

5. Kostenlos beim Arbeitgeber tanken


Immer mehr Unternehmen stellen ihren Angestellten Ladestationen oder Wallboxen zur Verfügung. Das spart Ihnen Umwege fürs Aufladen und vermindert die Gefahr von Arbeits- oder Wegeunfällen. Trägt der Arbeitgeber die gesamten Ladekosten, ist dies steuer- und sozialabgabenfrei und Sie können kostenlos aufladen.

Grundsätzlich ist ein Arbeitgeber nicht dazu verpflichtet, den Strom kostenlos bereitzustellen, er kann ihn ebenfalls vergünstigt anbieten. Das ist günstiger als an einer öffentlichen Ladestation zu tanken und Sie sparen sich zusätzliche Fahrtwege.

6. Im Haushalt Strom sparen


Neben großen Anschaffungen wie einer Balkon- oder Solaranlage und einem E-Bike gibt es kleine Tipps, mit denen Sie im Alltag Strom sparen können. Hochgerechnet auf ein ganzes Jahr wird aus kleinen Veränderungen eine beträchtliche Summe:

  • Fernseher und Computer ausschalten: Fernseher, PCs, Laptops und Co. sollten nach Gebrauch abgeschaltet werden und nicht im Stand-by-Modus verbleiben. Das vollständige Abschalten schadet den Geräten nicht und spart auf Dauer einiges an Strom.
  • Küchengeräte abstecken: Küchengeräte, die nicht in Verwendung sind, sollten nicht an der Steckdose hängen. Wasserkocher, Toaster und Mikrowelle verbrauchen dauerhaft kleine Mengen an Strom. Das lässt sich leicht vermeiden, indem man nach Gebrauch den Stecker zieht.
  • Handy nicht über Nacht laden: Das Smartphone wird idealerweise tagsüber aufgeladen und währenddessen nicht verwendet. Wird während des Ladens das Handy benutzt, wird es gleichzeitig ge- und entladen, was die Ladedauer verlängert und die Lebensdauer des Akkus reduziert.
  • Stromsparend waschen: Ein großer Stromfresser beim Wäschewaschen ist die Temperatur. Waschen mit 60 Grad ist in den seltensten Fällen notwendig und verbraucht mehr Strom als niedrigere Temperaturen. Im Normalfall sind Waschgänge mit 30 oder 40 Grad vollkommen ausreichend. Zudem sollte nur gewaschen werden, wenn man eine volle Maschine hat. Das Gerät für eine Hose und zwei T-Shirts laufen zu lassen, ist Stromverschwendung. Lieber weniger waschen und die Umwelt schonen.

Fazit – Strom selbst produzieren & sparen

Die beste Möglichkeit, Stromkosten zu sparen, ist nach wie vor die Installation einer eigenen Solaranlage. Das ist allerdings für viele Haushalte nicht realistisch, was umso mehr für die Anschaffung eines Balkonkraftwerks spricht. Dieses ist günstiger, kleiner, leichter zu installieren und kann die nötigsten Geräte betreiben. Wer nebenbei auf eine bewusste Stromnutzung achtet, kann seine Stromrechnung dieses Jahr drastisch senken.

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