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Autofahren in der Schweiz: Bereits mit 17 Jahren möglich

pixabay.com (3720049)

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In der Schweiz ändert sich das Mindestalter zum Autofahren auf 17: Im Nachbarland Deutschland ist es beispielsweise schon seit Anfang 2011 möglich, mit 17 Jahren Auto zu fahren. Als Voraussetzung bei den minderjährigen Fahrern dort gilt, dass eine Begleitperson, welche in der Prüfungsbescheinigung eingetragen ist, immer im Auto mitfährt, bis der junge Fahrer oder die junge Fahrerin die Volljährigkeit erreicht hat. Außerdem muss die Person mindestens 30 Jahre alt und im Besitz einer Fahrerlaubnis von mindestens 5 Jahren sein. Seit dem 01.01.2021 können nun auch die jungen Schweizer bereits mit 17 Jahren Autofahren. Darauf wurde mit Sicherheit lange sehnlichst gewartet.

Das Autofahren mit 17 Jahren bringt einige Vorteile mit sich. Wenn man zum Beispiel gleich mit 17 beginnt, kann man seinen Führerausweis am 18. Geburtstag schon in der Tasche haben. Außerdem hat man bis dahin mehr Verkehrssicherheit erhalten. So sollen Statistiken ergeben haben, dass mehr Fahrten in Begleitung das Unfallrisiko vermindern. Vor allem die jungen Menschen wird es freuen, wenn sie nicht mehr auf Bus und Bahn angewiesen sind. Besonders die Jugend in den ländlichen Gebieten wird vom Autofahren mit 17 profitieren. Es stellt sich vielleicht jetzt nur die Frage, was man für Voraussetzungen erfüllen muss.

Die Voraussetzungen für das Autofahren mit 17

Für das Autofahren in der Schweiz mit 17 kann man einen sogenannten Lernfahrausweis zwei Monate vor dem 17. Geburtstag beim Straßenverkehrsamt des betreffenden Wohnsitzkantons beantragen. Dann darf man frühestens einen Monat vor dem 17. Geburtstag die theoretische Prüfung ablegen. Für die praktische Prüfung muss man die Lernphase von 12 Monaten durchlaufen. Diese gilt für alle Menschen unter 20 Jahren (zum Ausstellungszeitpunkt des Lernfahrausweises). Das bedeutet also, wenn man sich im Alter zwischen 17 und 19 Jahren befindet, wird man automatisch nach dem Erhalt des Lehrfahrausweises in die einjährige Lernphase rutschen. In dieser Phase ist man nicht zur praktischen Prüfung zugelassen.

Welche Begleitpersonen sind für das Autofahren erlaubt?

Als 17-jähriger Fahranfänger darf man vom gesetzlichen Standpunkt aus mit den Eltern, Verwanden oder auch Freunden sowie Bekannten zusammen fahren. Es eignet sich jede Person als Begleitfahrer, welche mindestens drei Jahre lang den Führerausweis besitzt ist und das 23. Lebensjahr vollendet hat. Aber die Begleitperson selbst darf keinen Führerausweis auf Probe haben.

Die Begleitperson soll dem Fahrneuling einen möglichst korrekten Fahrstil beibringen. Viele glauben zwar, dass sie das können und alles Nötige dafür wissen (aber dann doch einiges vergessen haben), aber in der Praxis sieht das auch schon mal ganz anders aus. Wenn man auf Nummer Sicher gehen möchte, könnte man beispielsweise vor der ersten Privatfahrt einige Fahrstunden nehmen und der Begleitperson im Anschluss das Wichtigste in Erinnerung rufen.

Was führte zu dieser Gesetzesänderung?

Ein Grund für die Grundgesetzänderung war die bereits erwähnte Sicherheit im Straßenverkehr. Eine längere Fahrpraxis mit einer Begleitperson soll das Unfallrisiko auf den Straßen mindern. Umso mehr solche Fahrten stattfinden, umso sicherer sollen sich die Fahrneulinge im Straßenverkehr fühlen.

Ein weiterer wichtigerer Grund ist, dass für einige Ausbildungsberufe ein Führerausweis Voraussetzung ist. Wenn man mit 18 Jahren eine Ausbildung beginnt und einen Führerausweis dafür braucht, waren die jungen Bewerber gegenüber den älteren Mitbewerbern im Nachteil.
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