Sicher und bequem im Verkehr

Was schränkt den Fahrkomfort ein?

Gute Stoßdämpfer sorgen für Sicherheit und Fahrkomfort (Symbolbild). - pixabay.com

Gute Stoßdämpfer sorgen für Sicherheit und Fahrkomfort (Symbolbild). - pixabay.com

Was uns auf der Straße hält, ist auch verantwortlich für komfortables Fahrverhalten. Viele Komponenten gehören in diese Gruppe. Verschlissene oder falsche Fahrwerksteile machen das Fahren gefährlich und mehr zur Tortur als zur Freude. Wie genau der Fahrkomfort für den einzelnen Fahrer aussieht, ist individuell und mit einigen Teilen anzupassen. Für die Sicherheit ist beinahe egal, für welche Variante man sich entscheidet, gut funktionieren müssen sie, und um der StVZO zu genügen, auch über eine entsprechende Zulassung verfügen.

Fahrwerk? Was ist das?

Zum Fahrwerk gehören viele Teile, die bei richtiger Konstellation die optimale Sicherheit und Fahrvergnügen gewährleisten. Es stellt das Bindeglied zwischen Reifen und Fahrzeug dar. Eines der wichtigsten Bauteile ist der Stoßdämpfer. Dieser reduziert die Schwingungen der Fahrzeugfedern (dämpft sie gewissermaßen) und verhindert das Aufschaukeln des Fahrzeuges, sowie den Verlust des Bodenkontaktes der Reifen. Der beste Reifen hält das Auto nicht auf der Straße, wenn die Stoßdämpfer defekt sind.

Wo lauern die Gefahren?

Defekte Stoßdämpfer stellen eine enorme Gefahr dar. In schneller Fahrt wird man durch fehlenden Kontakt der Reifen zur Fahrbahn schnell aus der Kurve getragen. Der Bremsweg verlängert sich laut Aussagen von Sachverständigen des TÜV um rund 20 Prozent. Auf der Autobahn kann es schnell passieren, dass das Auto bei einer Böe eine ganze Fahrspur versetzt wird. Zum Beispiel beim Überholen eines Lkw.

Woran erkenne ich einen Defekt des Fahrwerks?

Es gibt einige Symptome für ein defektes oder verschlissenes Fahrwerk.

  • Nachschwingen im Stand oder während der Fahrt
  • Ölfeuchte durch austretendes Stoßdämpferöl
  • schwammiges Fahrgefühl in Kurven
  • Flattern in der Lenkung
  • ungewohnt hohe Seitenwindanfälligkeit
  • erhöhtes Eintauchen vorn beim Bremsen und hinten beim Beschleunigen
  • höherer Verschleiß oder unregelmäßige Abnutzung der Reifen
  • Geräusche bei Unebenheiten

Treten diese Symptome auf, sollte das Fahrwerk durch einen Fachmann geprüft werden. Stellt dieser fest, dass die Stoßdämpfer defekt sind, heißt es wechseln. Es sollten immer beide Dämpfer einer Achse gewechselt werden, um eine ungleichmäßige Dämpfung zu verhindern. Die durchschnittliche Lebenserwartung eines modernen Dämpfers liegt bei etwa 80.000 Km.

Welcher Stoßdämpfer?

Es gibt unzählige Arten. Je nachdem, ob man es lieber komfortabel oder sportlich mag. Sportfahrwerke haben meist eine bessere Traktion und bringen die Antriebskraft etwas besser auf die Straße. Sie sind jedoch im Vergleich härter und weniger komfortabel. Serienfahrwerke bieten einen guten Kompromiss aus Fahrkomfort und Sicherheit. Die Dämpfung weicher, die Federwege etwas länger. Es gibt zwei verschiedene Systeme. Öldruckdämpfer, welche früher standardmäßig verbaut wurden, haben den Nachteil, dass das Öl im Inneren während der Fahrt aufschäumt und die dämpfende Wirkung nachlässt. Dieses Problem ist mit modernen Gasdruckdämpfern heute Geschichte. Sie funktionieren auch nach vielen Kilometern pausenloser Fahrt uneingeschränkt. Auch bei sportlicher Fahrweise.

Kleine Geschichte des Fahrwerkes ("Mc-Pherson-Federbein")

Ein amerikanischer Autoteilezulieferer, welcher sich später in "Monroe Auto Equipment Company" umbenannte, stellte 1926 den ersten Stoßdämpfer vor. Drei Jahre später entwickelt die Firma den ersten Zwei-Wege-Hydraulikstoßdämpfer. Der amerikanische Ingenieur Earl Steele McPherson arbeitete für GM und hatte in den 1930er Jahren die Idee, die Stoßdämpfer mit Radträger und Feder zu verbinden. GM hatte allerdings kein Interesse an dieser Konstruktion, sodass der Ingenieur diese 1949 patentieren ließ. 1950 wurde der Ford Consul als erstes Serienfahrzeug mit dem "Mc-Pherson-Federbein" vorgestellt. Bis heute ist diese Fahrwerkstechnik bei Mittelklasse und Kleinwagen Standard.

Warum das Ganze?

Im Laufe der Zeit ist die Verkehrsdichte und die Geschwindigkeit der Fahrzeuge immer mehr angestiegen. Darum sollte ein Auge auf sichere Technik geworfen werden, um Unfälle zu vermeiden und das Bedürfnis nach einem komfortablen Fahrzeug zu erfüllen. Funktionierende Dämpfer sind ein elementarer Teil davon. Ein Tipp am Ende, den Luftdruck der Reifen kann ein Jeder prüfen. Stimmt dieser nicht, kann das ebenfalls enorme Einbußen im Fahrverhalten und einen erhöhten Reifenverschleiß mit sich bringen.
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