Witterung, Profil, Fahreigenschaften

Haftung, Fahrkomfort und Sicherheit - welcher Reifen ist der Richtige?

pixabay.com (254714)

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Die richtigen Reifen sind das A und O. Sie entscheiden und beeinflussen nicht nur das Fahrverhalten des Fahrzeugs bei unterschiedlichen Untergründen und Wetterverhältnissen, sondern entscheiden auch über die sichere Haftung auf unterschiedlichen Geläufen zu jeder Jahreszeit. Je nach Witterung ist ein passender Reifen mit dem richtigen Profil unabdingbar, um sich sicher auf allen Straßen und Wegen bewegen und fahren zu können. Denn sobald schon eine bislang trockene Straße im Sommer nur minimal nass durch eine leichte Regenschauer wird, kann sich die Fahrbahn in Sekunden zur Herausforderung und zum gefährlichen Geläuf entwickeln, wenn nicht die richtigen Reifen mit dem passenden Profil aufgezogen sind.

Auch bei Glätte, Nässe und Schnee, ist es umso wichtiger die richtigen Reifen am Fahrzeug zu wissen. Denn sie entscheiden über den richtigen Grip auf allen Belägen, zu jeder Jahreszeit und Begebenheit.

Der Sommerreifen

Grundlegend kann man sobald der Frühling naht, Ende März, die Sommerbereifung aufs Fahrzeug aufziehen lassen. Dabei ist aber wichtig, dass man zu Einen die Reifen von Profis aufziehen lässt und zum Anderen aber auch in der jeweiligen Werkstatt des Vertrauens beispielsweise das Profil der Sommerreifen, die man vielleicht den Winter über gelagert hat, unter die Lupe nehmen zu lassen. Denn Fakt ist, dass das Auswechseln der Reifen und das Ersetzen der alten Sommerreifen von vorherigen durch einen Satz neuer Reifen nicht immer zum richtigen Zeitpunkt durchgeführt wird. Dies kann aber nicht nur teuer zu stehen kommen, wenn man in eine Verkehrskontrolle gelangt. Sondern auch äußerst gefährlich werden. Dann nämlich, wenn sich der übliche Schlier auf Sommerstraßen bildet, wenn diese von schon nur leichten Regengüssen überdeckt werden.

Es gilt also immer nach dem Frühjahr beim Reifenwechsel von der Winterbereifung zur Sommerbereifung aufs Profil zu achten und zu überprüfen, ob die Reifen noch den Standards entsprechen oder nicht. Um die Sicherheit im Straßenverkehr diesbezüglich zu gewährleisten, gilt in Europa eine allgemeine, gesetzliche Mindestprofiltiefe von 1,6 mm für PKWs und Motorräder. Bei Leichtkrafträdern sollten es mindestens 1,0 mm sein. Allerdings bietet die gesetzlich festgelegte Profilgrenze nur einen Rest an Sicherheit. Bei Sommerreifen sollte das Profil mindestens drei Millimeter tief sein. Der Unterschied der Sommerreifen zu herkömmlichen Allwetterreifen oder Ganzjahresreifen beispielsweise ist, dass Ganzjahresreifen deutlich weniger flexibel sind und haben eben auch weniger Grip als die üblichen Sommerreifen. Durch die relativ großen Profilblöcke hat der Reifen auch weniger Griffkanten. Diese sind aber äußerst wichtig, um die Traktion auf glatter Fahrbahn beispielsweise zu erhöhen.

Und: Die Griffkanten sind ebenso wichtig, um die Traktion auf Eis und tiefem Schnee zu sichern. Die Auswahl an Sommerreifen ist groß und hier kann an unter anderem die passenden Sommerreifen aller Arten kaufen und dabei aus einer Vielzahl an verschiedenen Herstellertypen wählen.

Allwetter- und Ganzjahresreifen

Diese Reifen können, wie der Name schon verrät, das ganze Jahr hindurch gefahren werden. Sie eignen sich durch ihr besonderes Profil zum Einen auf nassen Fahrbahnen, bei Schnee und Eis, wie auch auf trockenen Untergründen. Die Haftung ist gut, man sollte sich aber nicht zwingend auf die sichere Haftung bei starker Eisbildung und Schnee verlassen. Denn auch hier gilt die Profiltiefe der Reifen und auch, dass sie nur bis zu einem gewissen Grad eine Haftung versprechen können. Die Profiltiefe bei diesen Reifen sollte demnach auf jeden Fall mindestens vier Millimeter betragen. Denn bei richtigem Schneematsch kann ansonsten jede Fahrt zur gefährlichen Rutschpartie werden.

Übrigens: Durch die Profiltiefe der Ganzjahresreifen ist auch ein höherer Abrieb zu erwarten und auch ein minimal höherer Spritverbrauch.

Die Winterreifen

Sie sollten eine Profiltiefe, wie auch beim Allwetterreifen, von vier Millimetern betragen. Sie sind perfekt für Schneematsch auf den Straßen. Doch sobald die Straßen vereist sind, haben sie zwar gegenüber dem Sommerreifen eine wesentlich bessere Haftung, doch ins Rutschen kommt jeder, wenn die Straße zur spiegelglatten Fläche mutiert. Hier ist Vorsicht und langsames Fahren, wenn überhaupt, gefragt. Durch das besondere Profil der Winterreifen sind sie aber die Meister in Tiefschnee und schneebedeckten Fahrbahnen. Bei richtigen Tiefschnee allerdings, sind dann irgendwann auch Ketten nötig, um besonders bei Steigungen und dicht beschneiten Flächen vorwärts zu kommen. Besonders in Wintersportregionen sind Schneeketten nicht umsonst zum Teil Pflicht. Eine generelle Winterreifenpflicht besteht in Deutschland nicht.

Fazit

Die richtige Bereifung kann Leben retten und Verkehrsunfällen wie auch Behinderungen im Straßenverkehr verhindern. Denn jeder ist sicherlich schon einmal von plötzlichem Wintereinbruch von dichten Schneefällen oder Blitzeis auf den Straßen überrascht worden. Und am Weiterkommen trotz richtiger Bereifung durch einen anderen Verkehrsteilnehmer, mit schlechter Bereifung, behindert worden oder ahnliches.
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