Die Zukunft wird grün und smart

Elektroautos: Autofahren im 21. Jahrhundert

Das E-Auto verkörpert das neue Lebensgefühl im 21. Jahrhundert und zeigt pars pro toto, was uns in der Zukunft erwartet. . - Foto: pexels (1209978)

Das E-Auto verkörpert das neue Lebensgefühl im 21. Jahrhundert und zeigt pars pro toto, was uns in der Zukunft erwartet. . - Foto: pexels (1209978)

Zunächst waren sie ein Randphänomen, doch inzwischen sind sie auf deutschen Straßen unübersehbar geworden: die Elektroautos. Längst ist ihr Wachstum exponentiell geworden. In nur einem Jahr stieg der Anteil an Elektrowagen von 136.617 im Jahre 2020 auf nunmehr 309.083. Elektroautos liegen also im Trend und ihnen gehört die Zukunft. Bereits dies sind Gründe genug, sich näher mit diesen umweltfreundlichen Fahrzeugen zu beschäftigen, die das Potenzial dazu haben, unsere Lebensweise vom Kopf wieder auf die Füße zu stellen.

Ganz neu ist der Einsatz der Elektroautos übrigens nicht. So wurden 1897 in den USA mehr Elektrowagen als Benziner verkauft. Dass sich im Kampf zwischen den Antriebssystemen der Automobile letztendlich für mehr als ein ganzes Jahrhundert der Verbrennungsmotor gegenüber dem Strom (wie auch dem Dampfantrieb) durchsetzte, das lag an den schon damals typischen Problemen des Elektroautos in puncto lange Ladezeiten und geringe Reichweiten.

Ladezeiten und Reichweite bei Elektroautos heute

Für beide Probleme hat der technologische Fortschritt allerdings Lösungen parat. Da Wissenschaftler aller Autohersteller fieberhaft an diesen Baustellen arbeiten, ist jedes Jahr mit weiteren Verbesserungen zu rechnen. Manche Modelle schaffen bereits eine Reichweite von 430 Kilometern. Bei der Beschleunigung des Ladevorgangs, der durchaus einige Stunden beanspruchen kann, reduzieren gute Quickcharger die Ladezeit auf nunmehr 15 Minuten. Attraktiv ist zudem die Aussicht, nicht mehr auf öffentliche Tankstellen angewiesen zu sein, sondern sich die Ladestation für das Elektroauto quasi nach Hause zu holen.

Paradigmenwechsel auf den Straßen

Das Elektroauto symbolisiert den Wertewandel im 21. Jahrhundert. Galt bei den Autos mit Verbrennungsmotor das Prinzip: „höher, schneller, weiter”, so hat das Elektroauto in erster Linie smart zu sein. Beim Elektroauto geht es nicht mehr ums Protzen und Imponieren. Das Alphatier hinter dem Steuer hat ausgedient. Vielmehr geht es nun darum, mit der Natur im Einklang zu leben und Harmonie statt Fortschritt auch im Lebensgefühl anzustreben. Der Fortschrittsglaube hat den Westen kulturell für eine lange Zeit an die Weltspitze katapultiert. Doch Heißzeit und Rohstoffknappheit läuten das Ende des Wachstums ein, was sich zwangsläufig auf Mentalitäten und Lebenseinstellungen niederschlagen muss.

Wie wirkt sich ein smartes Fahrgefühl aus?

Elektroautos lärmen nicht und röhren nicht. Sie verbreiten nicht einmal einen penetranten Benzingeruch um sich herum, den die Öffentlichkeit abstoßend findet, aber manche Autofahrer aus Leidenschaft lieben. Leidenschaft am Fahren müssen sie freilich im neuen Elektroauto nicht aufgeben. Der Reiz am Fahren geschieht auf andere, auf eine smarte Weise, die für manchen Autofahrer zunächst gewöhnungsbedürftig ist:

Still und geruchlos geht es künftig voran. Statt einen Rausch der Geschwindigkeit zu verursachen, überzeugt das E-Auto mit Wohlgefühl und Komfort. Das Ideal des erweiterten Zuhauses ergießt seine Früchte auch auf den Fahrer, dem immer mehr und bessere intelligente Assistenten schwierige Entscheidungen im Straßenverkehr abnehmen. So kann auch er sich zunehmend während der Fahrt zurücklehnen, sich an den Klängen der Musik erfreuen und das ideale Raumklima mit hochmoderner Klimaanlage genießen.

Weniger Verschleiß heißt weniger Stress

Im E-Auto der Zukunft herrscht also ein striktes Wohlgefühl und Serotonin wird wichtiger als Dopamin. Die neu gewonnene Behaglichkeit beim Fahren erfährt ihre Entsprechung durch die Reduktion von Stress. Dies bezieht sich nicht nur auf das neue Fahrgefühl, sondern auch auf die Tatsache, dass der Elektrowagen deutlich weniger Anlass geben wird sich zu ärgern.

Der Elektromotor ist nämlich weitaus weniger komplex als der Verbrennungsmotor, was das Risiko von Ausfällen und anderen technischen Störungen erheblich eindämmt. Der Anteil an Verschleißteilen sinkt von etwa 2.000 auf 1.200. Die Inspektion veranschlagt folglich deutlich geringere Kosten und die Werkstatt muss weitaus weniger oft aufgesucht werden. Dies liegt auch daran, dass besonders häufige und kostspielige Prozesse wie der Wechsel von Zündkerzen, Filtern, Öl, Kupplung und Zahnriemen ersatzlos wegfallen. Das E-Auto wird weniger reparaturbedürftig sein als der Diesel oder Benziner, aber weitaus einfacher zu warten.
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