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Regionalklassen 2022 - Neues zum Kfz-Versicherungswechsel

pixabay.com (3291379)

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Im Bereich der Kfz-Haftpflichtversicherung sowie für Kasko-Policen ist die Regionalklasse ein Risikofaktor für die Kalkulation der Versicherungsprämien. Je schlechter die Schadenbilanz einer Region, desto höher die Einstufung der Versicherten und desto höher die Kosten für den Versicherungsschutz. Ende August 2021 hat der Versicherungsverband GDV die Daten für 2022 veröffentlicht. Demnach werden etwa fünf Millionen Versicherte in eine schlechtere Regionalklasse eingestuft. Warum sich ein Versicherungsvergleich mit anschließendem Anbieterwechsel auch für diejenigen lohnen kann, deren Versicherungsklasse sich nicht ändert, nachfolgend thematisiert.

Wechselfreudige Versicherte oft im Vorteil

Am 30. November ist es wieder soweit: Für viele Kfz-Versicherte ist das der Stichtag für eine fristgerechte Kündigung ihrer Kfz-Versicherung. Schließlich beträgt die gängige Kündigungsfrist vier Wochen. Werden die Verträge nicht pünktlich zum Ende des Versicherungsjahres gekündigt – welches bei zahlreichen Verträgen mit dem Kalenderjahr übereinstimmt – verlängern sie sich automatisch um ein weiteres Jahr. Da die Regionalklasse nur einer von mehreren Faktoren bei der Berechnung der Versicherungsprämie darstellt, sind Preiserhöhungen auch unabhängig der aktuellen Statistik denkbar. Das jährliche Vergleichen der Preise und Leistungen ist deshalb generell ratsam, um sich das jeweils beste Angebot zum günstigsten Preis zu sichern.

Auf dem Vormarsch befinden sich digitale Autoversicherungen, welche die gesamte Abwicklung der Verträge vereinfacht haben. Die Verwaltung wird vollständig über das Internet abgewickelt, wodurch Zeit und Kosten gespart werden. Die aus den Medien bekannte Kfz-Versicherung von Friday ermöglicht einen komplett papierlosen Vertragsabschluss – ob Haftpflicht, Teil- oder Vollkasko – und wurde von mehreren unabhängigen Stellen als empfehlenswert eingestuft. Auf der Internetpräsenz können Interessenten die Versicherung berechnen lassen, um die voraussichtlichen Kosten den bestehenden Verträgen gegenüberzustellen. Vorwiegend für Wenigfahrer (rund 9.000 km jährliche Fahrleistung) präsentiert der Digitalversicherer einen Tarif mit kilometergenauer Abrechnung. Eine weitere Seltenheit bislang auf dem unübersichtlichen Tarifmarkt.

Tipp: Mit der elektronischen Versicherungsbestätigung (eVB) wurde der Verwaltungsaufwand auch im Bereich der Fahrzeugzulassung verringert. Ist die Zulassung noch nicht erfolgt, versendet der Versicherer nach dem Antrag die sogenannte eVB-Nummer für die Anmeldung bei der zuständigen Kraftfahrzeug-Zulassungsbehörde. Die eVB hat die Deckungskarte in Papierform abgelöst. Mehr dazu hier im Ratgeber zur korrekten Anmeldung von Fahrzeugen.

Mögliche Tarifumstellungen ab 2022

Der Schadenverlauf in den rund 400 regionalen Zulassungsbezirken Deutschlands wird vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) jährlich berechnet. Mit der Neueinstufung in Regionalklassen kann für Versicherte ab dem kommenden Jahr eine Erhöhung ihrer Kfz-Versicherungsprämie einhergehen. Für Versicherungen sind die Daten zwar unverbindlich, sie dürfen jedoch auf bestehende Verträge und Neuverträge angewandt werden. Und zwar zur Hauptfälligkeit, was beim Großteil der 1. Januar ist. Die schlechteste Schadenbilanz im Bereich der Kfz-Haftpflichtversicherungen weist die Hauptstadt Berlin auf, in Teil- und Vollkasko bilden Regionen in Bayern das Schlusslicht.

Berlin mit höchstem Indexwert

Berlin wurde mit einem Indexwert von 137,3 in der Kfz-Haftpflicht am schlechtesten eingestuft. Damit haben die Autofahrer in Berlin die schlechteste Schadenbilanz der gesamten Bundesrepublik. Einer der Hauptgründe ist die hohe Verkehrsdichte in der Metropole. Auch in der Vollkaskoversicherung liegt Berlin etwa 38 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Wie der GDV online bestätigt, ändert sich für die Berliner Versicherten an den Regionalklassen jedoch nichts, weil Berlin damit in den höchsten Stufen bleibt. Mit einer Verschlechterung der Einstufung müssen hingegen Versicherte in Bayern und Sachsen-Anhalt rechnen.

Bayern und Sachsen-Anhalt von höheren Regionalklassen betroffen

In Bayern rutschen laut GDV etwa 680.000 Haftpflicht-Versicherte in eine schlechtere Regionalklasse. In der Kaskoversicherung ergeben sich für rund 530.000 Versicherte negative Veränderungen. Betroffen von möglichen Preiserhöhungen sind unter anderem diese Zulassungsbezirke:

  • Aschaffenburg (Stadt)
  • Bamberg (Stadt + Land)
  • Bayreuth (Land)
  • Erding
  • Freising
  • Kaufbeuren
  • Lindau
  • Ostallgäu
  • Schweinfurt (Stadt)
Alle Zulassungsbezirke mit den entsprechenden Vermerken für Haftpflicht, Voll- und Teilkasko auf der Länderseite des GDV zu Bayerns Regionalklassen.

In Sachsen-Anhalt ergeben sich für knapp 200.000 Autofahrer schlechtere Regionalklassen im Bereich der Kfz-Haftpflichtversicherung. Mit etwa 33.000 Versicherten rutschen bei der Kaskoversicherung deutlich weniger in eine schlechtere Klasse. Höhere Regionalklassen ergeben sich laut Statistik in Anhalt-Bitterfeld, Dessau-Rosslau, Mansfeld-Suedharz und Stendal. Dennoch profitieren Verkehrsteilnehmer in der Region von vergleichsweise niedrigen Regionalklassen: Neun der 14 Bezirke liegen bei der Haftpflichtversicherung in den niedrigsten Klassen 1 bis 3. Zum Vergleich: Kaufbeuren in Bayern wird Regionalklasse 12 zugeordnet – die schlechteste Haftpflicht-Klasse überhaupt.

Welche Autos sind in der Versicherung am günstigsten?

Bereits bei der Anschaffung eines Neuwagens oder eines neuen Gebrauchten kann sich ein Blick auf die potenziellen Versicherungskosten lohnen. Während Versicherte bei kraftvollen SUVs oder Sportwagen mächtig zur Kasse gebeten werden, lässt sich mit ausgewählten Modellen aus der Kleinwagen-Abteilung viel Geld sparen. Das Neuwagen-Vergleichsportal carwow hat Autos mit den günstigsten Versicherungsklassen aufgeführt. Als besonders preiswert erklärt das Portal den smart EQ fortwo und das EQ fortwo Cabrio. Die Fahrzeuge werden mit der Standardausstattung in der Vollkasko der Versicherungsklasse 11 zugeordnet. Ebenfalls als besonders günstig zu versichern, wird der Dacia Sandero SCe 65 Comfort beschrieben.

Wie viel kostet ein Auto im Monat?

Die Unterhaltskosten für Fahrzeuge sind nicht zu unterschätzen. Kraftstoff, Versicherungsprämien und Steuern summieren sich schnell. Hinzu kommen Wartungskosten und natürlich die Anschaffungskosten, die viele in monatlichen Raten abbezahlen. Generell lässt sich zusammenfassen, dass kleine und wenig leistungsstarke Fahrzeuge besonders erschwinglich sind. Ein Mittelklassewagen kostet im Monat zum Teil 400 Euro. Attraktive Kleinwagen liegen nicht selten bei weniger als der Hälfte.


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