Vorbereitet sein

Was tun, wenn es scheppert – richtiges Verhalten beim Unfall




Der CO2-Ausstoß der Fahrzeuge wird heftiger diskutiert denn je. Die Abkehr vom eigenen Pkw wird von Umweltschützern gefordert. Jeder soll stärker auf den öffentlichen Nahverkehr zurückgreifen, wo möglich. Dennoch wälzen sich Fahrzeugkolonnen über die Autobahnen und durch die Städte. Streckenweise droht sogar der Verkehrsinfarkt. Kein Wunder scheppert es hin und wieder.

Weniger Unfälle in Deutschland

Die genauen Zahlen für 2019 stehen noch nicht fest. Dennoch sieht es laut Statistischem Bundesamt so aus, als ob es weniger Verkehrstote gab. Gestiegen ist allerdings die Anzahl polizeilich erfasster Unfälle. Zu den Unfall-Hochburgen zählen Hamburg und Berlin. Auch Köln und Umgebung sind gut dabei. Schon in 2018 hatten die schweren und tödlichen Unfälle im Kölner Zentrum zugenommen. Was tun, wenn es gescheppert hat?

Es hat gescheppert - wer ist schuld?

Die Unfallursachen sind vielfältig: Missachtung von Vorfahrten, rücksichtsloses Überholen, Abkommen von der Fahrbahn sind nur eine kleine Auswahl. Im ersten Moment scheint die Schuldfrage schnell geklärt. Nicht immer sind jedoch Unfallverursacher und -gegner einer Meinung. In der Regel rufen die Verunfallten die Polizei, um den Vorgang zu klären. Vor allem bei Leasingfahrzeugen oder Geschäftswagen ist dies sogar Pflicht. Können die Beteiligten die Schuldfrage nicht eindeutig klären, hilft die Unterstützung durch einen Experten. Ein Kfz-Gutachter kann als Sachverständiger die Lage objektiv beurteilen.

Klärung der Schuldfrage durch einen Sachverständigen

Nicht jeder Schaden ist offensichtlich. Ob die Elektronik beschädigt oder ein Rahmen verzogen ist, erkennt der Sachverständige. Einer der größten Kfz-Gutachter in Köln ist das Ing.-Büro Urbach. Die Kfz-Sachverständigen erstellen Unfallgutachten zur Beweissicherung. Dieses beinhaltet auch ein Wertgutachten mit Dokumentation des Fahrzeugzustands und der Wertminderung. So kann der Geschädigte seine Unschuld und die mit dem Unfall verbundenen Aufwendungen rechtssicher darlegen. Das Unfallgutachten ist auch die Basis, um Schadenersatzansprüche gegenüber der gegnerischen Versicherung durchsetzen zu können.

Schaden regulieren – wer zahlt?

Ist die Schuldfrage eindeutig geklärt, sollte der Schaden schnell reguliert sein. In der Regel vereinbart der Unfallgeschädigte mit der Kfz-Werkstatt eine Versicherungsabtretung. Damit rechnet die Werkstatt die Reparaturkosten direkt mit der gegnerischen Versicherung ab. Die Kosten für den Kfz-Gutachter trägt ebenfalls die gegnerische Versicherung. Voraussetzung ist immer, dass die Versicherung oder notfalls ein Gericht das Gutachten anerkennen. Ist der Unfallgegner trotz Gutachten nicht von seiner Schuld überzeugt, folgt meist eine juristische Auseinandersetzung. Dann bleibt oft nichts anderes übrig, als einen Rechtsanwalt einzuschalten. Er macht den Schaden dann juristisch geltend. Eine Rechtsschutzversicherung und ein seriöses Kfz-Gutachten sind dann die beste Unterstützung.

Sicher unterwegs – Unfälle vermeiden

In Gegenden, die keine hohe Verkehrsdichte haben, scheint der Autofahrer relativ sicher zu sein. Eine hohe Verkehrsdichte erhöht das Unfallrisiko. Die offiziellen Statistiken bieten eine gute Übersicht zur bundesweiten Unfallhäufigkeit. Dies ist allerdings kein Garant dafür, nicht in einen Unfall verwickelt zu werden. Berlin hat beispielsweise eine niedrige Fahrzeugdichte. Dennoch passieren dort mehr Unfälle als beispielsweise in Leipzig.

Vorausschauend fahren

In einen Unfall verwickelt zu werden, kann niemand verhindern – selbstverschuldete Unfälle schon. Dazu gehört beispielsweise, auf Landstraßen sicher zu überholen. Auch Ablenkungen verursachen immer mehr Unfälle. Der Blick aufs Smartphone, telefonieren ohne Freisprecheinrichtung WhatsApp-Nachrichten senden – schon schepperts. Vorausschauend fahren, lieber einmal zuviel als zu wenig in den Spiegel und über die Schulter sehen. Das kann Fahrradfahrern und Motorradfahrern das Leben retten.



Bild: pixabay.com
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