Seriös?

Das Aufgabenspektrum von Kfz-Gutachtern




Tausende von Pkws rollen täglich über unsere Straßen und Autobahnen. Nicht selten kommt es dabei auch zu Unfällen, manche mehr, andere weniger schlimm. In diesem Jahr wurden auf Deutschlands Straßen bislang 2.636.468 Unfälle im Straßenverkehr erfasst. Dabei wurden 396.018 Personen verletzt, 3.275 kamen dabei ums Leben. Ob Kratzer oder Personenschaden, so gut wie immer wenn es kracht, wird ein Kfz-Gutachter benötigt, um den Sachverhalt zu klären. Er taxiert unter anderem den entstandenen Schaden und lässt den Versicherungen alle benötigten Daten zur Schadensregulierung zu kommen. Doch welche weiteren Aufgabenbereiche gehören zur Arbeit eines Kfz-Gutachters?

Keine geschützte Berufsbezeichnung

Ein Kfz-Gutachter ist letztlich ein Sachverständiger. Ein guter Gutachter ist ein Experte in seinem jeweiligen Fachgebiet und ist in der Lage eine Situation objektiv und unabhängig beurteilen kann. Er muss in der Lage sein, komplexe Sachverhalte für Laien verständlich zu machen. Die Berufsbezeichnungen Gutachter oder Sachverständiger sind allerdings nicht geschützt, sodass sich praktisch jeder so nennen kann.

Die Kosten, welche durch einen Unfall an einem Fahrzeug entstehen, sind für Laien kaum abzuschätzen. In vielen Fällen ist es gar nicht so einfach, die Reparaturkosten oder die Wertminderung genau einzuschätzen. Ein guter Kfz-Gutachter ist in der Lage die Ansprüche kompetent zu prüfen und nicht selten lohnt sich ein Gutachter auch finanziell. Prinzipiell ist ein Kfz-Gutachter zuständig für die Begutachtung und Bewertung von Fahrzeugen, die am Straßenverkehr teilnehmen. Dazu gehören neben Pkw und Lkw auch landwirtschaftliche Fahrzeuge, Zweiräder, Anhänger und Wohnwagen. Nicht nur bei Unfällen werden Kfz-Gutachter zurate gezogen, auch Oldtimer-Gutachten oder reguläre Fahrzeugbewertungen zur Wertermittlung fallen in seinen Aufgabenbereich.

Woran erkennt man einen seriösen Kfz-Gutachter?

Nach einem Unfall ist es besonders wichtig, einen seriösen Gutachter zu beauftragen, damit alle Details so früh wie möglich aufgenommen werden können. Im besten Fall wählt man den Gutachter selbst aus und erteilt eigenständig den Auftrag. Nur so kann sichergestellt werden, dass der jeweilige Schaden unabhängig bewertet wird und die Beweissicherung ordnungsgemäß durchgeführt werden kann. Bei der Auswahl eines geeigneten Gutachters gibt es einige Anhaltspunkte, an denen man sich orientieren kann. Fachkenntnis lässt sich beispielsweise daran erkennen, ob der Gutachter ein Meister oder Ingenieur ist. Ein weiteres Zeichen für einen seriösen Gutachter ist etwa die Mitgliedschaft in einem anerkannten Berufsverband. Bei solchen Berufsverbänden, beispielsweise dem BVSK, kann man sich auch telefonisch nach qualifizierten Sachverständigen erkundigen. Auch eine Internetsuche nach einem Kfz-Gutachter aus der Region (hier zum Beispiel aus Mainz) kann dabei helfen, einen geeigneten Dienstleister zu finden.

Wer kommt für die entstehenden Kosten auf?

Selbstverständlich arbeiten Kfz-Gutachter nicht unentgeltlich. Wer jedoch die Kosten des Gutachtens zu tragen hat, kommt immer auf die individuelle Situation an. Sofern man ein privates Auto einfach bewerten lassen möchte, muss man das Gutachten auch aus eigener Tasche zahlen, so viel ist klar. Bei einem Unfall hingegen kommt immer der Unfallverursacher selbst oder aber seine Haftpflichtversicherung für die entstehenden Kosten auf. In den meisten Fällen lässt sich die Schuldfrage bei einem Unfall allerdings nicht sofort klären, in vielen Fällen werden verschiedene, von unterschiedlichen Sachverständigen durchgeführte Gutachten einem gerichtlichen Vergleich unterzogen.


Bild von Netto Figueiredo auf Pixabay
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