Gewusst wie

Der Reifenwechsel - Effizient arbeiten mit diesen Tipps




Die Tage werden kürzer, die Nächte werden kälter. Gerade in dieser Periode müssen Autofahrer mit den ersten glatten Straßen rechnen. So liegt es nahe, den Wechsel der Bereifung besser früh als spät in die Wege zu leiten. Doch worauf ist zu achten, um diese so bekannte Prozedur noch etwas schneller und geschmeidiger von der Hand gehen zu lassen? Wir werfen einen Blick auf zentrale Tipps zu diesem Thema.

Lohnt sich der Gang in die Werkstatt?
Viele Autobesitzer wechseln seit Jahrzehnten ihre Reifen selbst. Andere legen Wert darauf, diesen Dienst von einer Werkstatt durchführen zu lassen. Für den Wechsel der Reifen wird hier jedoch ein Betrag von etwa 100 Euro fällig. Dieser umschließt zumeist auch die praktische Einlagerung der Reifen über den Winter. So benötigen sie nicht unnötig Platz in den eigenen vier Wänden und können im Frühjahr direkt in der Werkstatt abgeholt werden. Wer die durchaus anstrengende Arbeit scheut und lieber nicht mit ihr in Kontakt kommen möchte, verfügt somit über eine praktische Alternative. Gleichsam wäre es mit einem Einsatz von etwa einer Stunde möglich, diesen ansehnlichen Betrag zu sparen.

Die richtige Ausrüstung
Wer die Reifen selbst wechseln möchte, benötigt zunächst die passende Ausrüstung. Alte Wagenheber, die mit einem Auto mitgeliefert werden, verlangen ihren Anwendern oft große Mühen ab. Ein Rangierwagenheber bietet stattdessen die Möglichkeit, das Auto hydraulisch mit minimalem Kraftaufwand in die Höhe zu stemmen. Dabei ist es gleichzeitig möglich, ohne Unterstellblock zu arbeiten. Das Radkreuz, eine kleine Schachtel für die Schrauben und ein Drehmomentschlüssel sind weitere zentrale Elemente der Ausrüstung, die grundlegend vorhanden sein sollte.

Bereits vor dem Anheben des Wagens ist es angebracht, die Schrauben etwas zu lösen. Denn in dieser Position dreht sich das Rad nicht mit, wenn es unter dem großen Krafteinfluss steht. Erst in einem zweiten Schritt wird das Auto in die Höhe gestemmt. Hier reicht es aus, den Reifen einige Zentimeter über dem Boden zu halten. Nun lässt er sich mit leichtem Gegendruck von der Achse lösen. Um auch beim nächsten Wechsel der Reifen über deren vorherige Positionen bescheid zu wissen, bietet sich eine kleine Markierung aus Kreide an. Diese zeigt von nun an, wo jeder Reifen zuletzt seinen Dienst tat.

Achtung Winterreifen
Besonders auf kalten, glatten und nassen Straßen ist es von Bedeutung, über eine Bereifung im guten Zustand zu verfügen. Aus diesem Grund sollte sich der erste Blick stets auf den aktuellen Zustand des Reifens richten. Besitzt dieser noch genügend Profiltiefe, um einen sicheren Halt auf der Straße zu gewähren? Zeigen sich bereits erste Spuren eines porösen Materials, welches durch Alterung an Substanz verlor? Auch Steine und andere Fremdkörper, die noch im Profil des Winterreifens enthalten sind, müssen für eine sichere Fahrt entfernt werden.

Eine besondere Aufmerksamkeit gilt nun dem Anziehen der Schrauben. Um keine Spannung im Material aufzubauen, sollten diese zunächst in Form eines Dreiecks und mit etwas dazwischenliegendem Abstand angebracht werden. Das endgültige Anziehen der Schrauben erfolgt nun mit dem Drehmomentschlüssel. Dieser sollte auf das vorgegebene Drehmoment eingestellt werden. Besonders wichtig ist dies für Autos mit Alufelgen, die sich unter einer zu hohen Krafteinwirkung schnell verziehen.


Foto: pixabay.com/HutchRock
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